Dax zeigt sich erholt

Der Dax hat sich am Freitag wieder erholt. Als Kurstreiber sah Händler Markus Huber vom Broker City of London Markets die Erholungsbewegung an der Wall Street am Donnerstagabend sowie die weitere Stabilisierung der asiatischen Börsen.

Dax zeigt sich erholt
Fredrik Von Erichsen Dax zeigt sich erholt

Experte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar sieht den Dax nun auf «Richtungssuche nach dem EZB-Chaos».

In der ersten Handelsstunde legte der deutsche Leitindex um 2,10 Prozent auf 9698,03 Punkte zu. Damit machte er den Kursrutsch vom Vortag großteils wieder wett - auf Wochensicht deutet sich allerdings ein Minus von 1,28 Prozent an. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Freitagvormittag 2,03 Prozent auf 19 543,94 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,63 Prozent auf 1592,13 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erholte sich um 2,37 Prozent auf 3041,27 Punkte.

Am Donnerstag hatte der Dax nur anfangs euphorisch auf die weiter gelockerte Geldpolitik der EZB reagiert und letztlich über 2 Prozent im Minus geschlossen. «EZB-Präsident Mario Draghi hat mit seiner 'Bazooka' das Ziel verfehlt», arbeitete Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK das weiterhin alles beherrschende Thema noch einmal auf. Der Auftritt von Draghi bei der Pressekonferenz habe letztendlich Sorgen aufgebracht, dass die Währungshüter ihr Pulver verschossen haben könnten.

Vor dem Wochenende beruhigte sich die Nachrichtenlage etwas. Neben neuen Nachrichten zum Abgasskandal des Autobauers Volkswagen (VW) standen die Jahresresultate der Töchter MAN und Porsche sowie Absatzzahlen des Konkurrenten BMW im Fokus.

Die VW-Vorzugsaktien machten trotz eines negativen Berichts mit plus 4 Prozent den Kursrutsch vom Vortag wieder wett. Dem Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zufolge haben VW-Techniker die Messungen bei Dieselfahrzeugen in den USA noch Ende 2014 und Anfang 2015 zusätzlich manipuliert.

Von der VW-Tochter MAN kamen zudem ernüchternde Geschäftszahlen. Der Konjunktureinbruch in Brasilien und der Unternehmensumbau ließen das operative Ergebnis einbrechen.

Die BMW-Titel verteuerten sich nach Absatzzahlen um knapp 4 Prozent. Die Münchener hatten im Februar knapp 8 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor.