Dax zeigt sich freundlich

Der deutsche Aktienmarkt hat seinen jüngsten Erholungskurs wieder aufgenommen. Händler führten dies auf positive Vorgaben der Börsen in Asien und von der Wall Street zurück.

Dax zeigt sich freundlich
Fredrik Von Erichsen Dax zeigt sich freundlich

Manche Anleger hielten sich allerdings vor dem mit Spannung erwarteten offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag zurück.

Der Dax stieg im frühen Handel um 0,12 Prozent auf 9764,05 Punkte, nachdem er tags zuvor leicht nachgegeben hatte. Damit deutet sich auf Wochenbasis ein sattes Dax-Plus von knapp 3 Prozent an. Der MDax, in dem die mittelgroßen Unternehmen versammelt sind, rückte um 0,06 Prozent auf 19 652,90 Zähler vor. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,42 Prozent auf 1656,52 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,13 Prozent zu.

Marktstratege Chris Weston vom Broker IG sieht die Anleger durchaus noch risikobereit, erkennt aber bereits Ermüdungserscheinungen am Markt. Ob der anstehende US-Arbeitsmarktbericht die ersehnten frischen Impulse liefern könne, sei alles andere als sicher. Es sei erkennbar, dass sich viele Anleger vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten mit Engagements an der Börse zurückhielten, sagte ein Händler. «Kann doch dieser Bericht Hinweise geben, ob die US-Notenbank diesen Monat ein weiteres Mal an der Zinsschraube drehen wird oder nicht.»

Unter den Einzelwerten gehörten Siemens am Morgen mit einem Plus von 0,82 Prozent zu den attraktivsten Papieren im Dax. Grund dafür war Börsianern zufolge eine positive Analystenstudie der US-Investmentbank Goldman Sachs. Analystin Daniela Costa glaubt, dass der Gewinn des Elektrotechnikkonzerns bis 2019 im Durchschnitt schneller wachsen wird als bei der europäischen Konkurrenz.

Auch Gea-Aktien profitierten von einer Analystenstudie und verteuerten sich zuletzt um rund 2 Prozent. Analyst Ben Maslen begründete die positivere Einschätzung mit den starken Zahlen des Maschinenbauers zum vierten Quartal, vor allem beim Auftragseingang.

Ansonsten richtet sich das Anlegerinteresse auf die beschlossenen Änderungen in den wichtigsten deutschen Aktienindizes. Demnach steigen die Papiere des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 vom MDax in den Dax auf und ersetzen dort die Aktien des Salz- und Düngerherstellers K+S, der wiederum in den MDax absteigt. In den MDax rücken die Titel des Möbelgiganten Steinhoff und des Immobilienunternehmens Alstria Office auf. Ihren Platz räumen müssen dafür die Anteilsscheine des Stahlhändlers Klöckner & Co und des Autozulieferers ElringKlinger.