De Bruyne wieder VfL-Erfolgsgarant - 3:0 über Freiburg

Von Europamüdigkeit nichts zu sehen: Der VfL Wolfsburg bleibt die klare Nummer zwei der Fußball-Bundesliga und hat dem SC Freiburg den Sprung weg von einem Abstiegsplatz verwehrt.

De Bruyne wieder VfL-Erfolgsgarant - 3:0 über Freiburg
Peter Steffen De Bruyne wieder VfL-Erfolgsgarant - 3:0 über Freiburg

Dank des 3:0 (1:0)-Erfolges über den Tabellen-Vorletzten bleiben die Niedersachsen zwar elf Punkte hinter dem FC Bayern, aber auch deutlich vor der Konkurrenz um die Champions-League-Ränge. Erfolgsgarant war wieder mal Kevin De Bruyne, der erst zur Führung traf (19.) und dann den von Ricardo Rodriguez verwandelten Foulelfmeter (78.) herausholte. Maximilian Arnold (84.) traf zum Endstand, diesmal glänzte der überragende De Bruyne als Vorbereiter.

VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs zeigte sich im TV-Sender Sky zufrieden: «Wir haben eine Menge Spiele, da wollen wir nicht jammern, da macht man auch ein paar Fehler», sagte Allofs.

Der formschwache André Schürrle zählte gegen die seit nunmehr vier Bundesligaspielen sieglosen Freiburger zum zweiten Mal seit seinem Wechsel zum VfL nicht zur Anfangsformation und kam erst in der 83. Minute. «Wir haben mit André noch einmal gesprochen, er fühlt sich wirklich ein bisschen müde», sagte Trainer Dieter Hecking vor dem Anpfiff im TV-Sender Sky und bot mit Ausnahme des gelb-gesperrten Abwehrchefs Naldo jene Mannschaft auf, die am Donnerstag beim 3:1 in der zweiten Halbzeit so stark gegen Inter Mailand aufgespielt hatte.

Die seit dem 8. März 2014 in der Liga daheim unbesiegten Hausherren machten vor 26 538 Zuschauern da weiter, wo sie gegen Inter aufgehört hatten - mit zielstrebigem Offensivspiel. Josuha Guilavogui scheiterte nach Eingabe von Vieirinha an Torhüter Roman Bürki (8.), kurz darauf hatte De Bruyne die Führung auf dem Fuß (9.).

Der Belgier erzielte zehn Minuten später sein 14. Pflichtspieltor dieser Saison und profitierte dabei von einem dicken Patzer des nach einer Rot-Sperre zurückgekehrten Marc Torrejón. Der Spanier ließ den langen Pass von Rodriguez auf De Bruyne passieren, der energisch in den Strafraum stürmte und einschoss. Nach einem weiteren Fehler von Torrejón verfehlte De Bruyne aus 18 Metern knapp (29.).

«Wir müssen versuchen, die individuellen Fehler abzustellen», meinte Kapitän Oliver Sorg. Trainer Christian Streich urteilte: «Am Anfang haben wir zu viele Torchancen zugelassen, in der zweiten Halbzeit war es ausgeglichen. Aber wir waren wieder nicht torgefährlich, und dann wird das Spiel entschieden durch den Elfmeter.»

Der VfL war trotz der Doppelbelastung läuferisch, technisch und individuell klar besser - und sich nach der Führung womöglich etwas zu sicher. Urplötzlich musste Schlussmann Diego Benaglio gegen einen Dropkick von Christian Günter klären (37.), nach dem anschließenden Eckball verpasste Mike Frantz aus Nahdistanz einen Schuss von Torrejón, der zur Halbzeit in der Kabine bleiben musste. «Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir drin waren. Wir mussten uns gedulden», sagte Benaglio und zeigte sich nach dem Spiel erleichtert.

Ganz so zwingend wie vor der Pause agierten die Wolfsburger trotz ihrer anhaltenden Überlegenheit danach nicht mehr. Freiburg bot sich so eine gute Situation zum Ausgleich, doch der freistehende Jonathan Schmid wartete nach Zuspiel von Felix Klaus zu lange, statt sofort zu schießen (63.). Als Torwart Bürki De Bruyne von den Beinen holte und Rodriguez den Elfmeter in den Winkel setzte, war die Partie gelaufen. Bürki und Streich haderten mit dem Pfiff: «Schade, das Spiel war total offen, wir waren dran», sagte Streich. Der eingewechselte Arnold setzte auf Vorlage von De Bruyne wenig später noch einen drauf. Beide Mannschaften treffen am 7. April an gleicher Stelle erneut aufeinander - dann im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Ballbesitz in %: 51,5 - 48,5

Torschüsse: 25 - 16

gew. Zweikämpfe in %: 53,5 - 46,5

Fouls: 9 - 14

Ecken: 5 - 5

Quelle: optasports.com