De Maizière zu Russland-Ausschluss: "Zeit für Härte"

Bundesinnenminister Thomas de Maizière bestärkt das Internationale Olympische Komitee, nicht aus Furcht vor ernsten Folgen für den Weltsport von einem kompletten Olympia-Ausschluss Russlands zurückzuschrecken.

De Maizière zu Russland-Ausschluss: «Zeit für Härte»
Kay Nietfeld De Maizière zu Russland-Ausschluss: «Zeit für Härte»

"Aus Angst sollte man notwendige Entscheidungen nie unterlassen, auch wenn Russland ein wichtiges Land ist", sagte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Auch dem Leichtathletik-Weltverband IAAF sei es sicher nicht leichtgefallen, einen nationalen Verband einer der bedeutendsten olympischen Sportarten auszuschließen. Die IAAF hatte Russland wegen des nachgewiesenen systematischen Dopings suspendiert und damit auch für die Rio-Spiele ausgeschlossen.

Am 18. Juli will die Welt-Anti-Doping-Agentur den Untersuchungsbericht zu den Vorwürfen um manipulierte Dopingproben russischer Sportler bei den Winterspielen 2014 in Sotschi vorlegen. Dabei soll auch der Staat mitgewirkt haben. "Zunächst gilt es den Untersuchungsbericht der WADA abzuwarten", meinte de Maizière. "Klar ist aber auch: Nach einer fairen Aufklärung ist dann die Zeit für Härte und nicht für Nachgiebigkeit."