De Maizière will Kooperation mit Flüchtlingsländern

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) setzt beim Umgang mit den steigenden Flüchtlingszahlen auf eine bessere Zusammenarbeit mit den Herkunfts- und Transitländern.

«Das Ziel ist, dass wir mit Herkunftsländern arbeiten, um Fluchtursachen zu vermindern», sagte er in Rom. «Dass wir mit den Transitländern arbeiten, um zu erreichen, dass nicht durch diese Länder illegale Migration stattfindet.» In der italienischen Hauptstadt berieten Vertreter aus 58 Staaten Europas und Afrikas über die Flüchtlingspolitik der kommenden Jahre.

De Maizière sprach sich für eine «abgestimmte, verzahnte, vernetzte und gemeinsame» Strategie von Innen- und Außenpolitik aus. «Flüchtlingspolitik darf nicht erst an den Grenzen Deutschlands beginnen», mahnte er. Dafür sei das Treffen in Rom nun ein erster wichtiger Schritt gewesen.

Ziel sei es, Schlepperbanden die Grundlage zu nehmen und eine koordinierte Rückführpolitik zu ermöglichen. «Wenn es gelingt, illegale Wege zu verschließen, bin ich bereit, in etwa gleichem Umfang auch legale Möglichkeiten nach Europa zu öffnen. Beides zusammen wird aber nicht gehen», erklärte der Minister. Vor allem in Libyen müsse eine langfristige Stabilisierung gelingen.