De Maizière will nicht mit Pegida-Organisatoren reden

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lehnt ein Gespräch mit den Organisatoren des islamkritischen Pegida-Bündnisses ab. «Ich habe nicht die Absicht, mit den Organisatoren von Pegida zu reden», sagte de Maizière.

Das gelte auch für die Frontleute des Pegida-Ablegers in Leipzig (Legida). Für diese Entscheidung gebe es viele gute Gründe. «Da stößt mich sehr vieles sehr ab, um es zurückhaltend zu sagen», sagte der Minister mit Blick auf die Führungsriege der Bewegung in Dresden und Leipzig.

De Maizière rief dazu auf, sich nicht an den Demonstrationen des Bündnisses zu beteiligen. «Solchen Leuten läuft man nicht hinterher.» Man müsse die Probleme und Sorgen der Bürger, die zu den Protesten gingen, trotzdem ernst nehmen. Diese Menschen suchten offenbar dringend das Gespräch. «Und das müssen wir führen.»

Gerade in den ostdeutschen Ländern seien viele Menschen «veränderungsmüde», zugleich aber großen Veränderungen ausgesetzt. «Da ist ein Gesprächsfaden abgerissen.» Dies führe zu einer gewissen Aggressivität, sagte de Maizière. «Das ist in gewisser Weise ein Hilferuf.» Er riet dazu, darauf einzugehen und nicht einen Teil der Bevölkerung aus der politischen Debatte auszuschließen.