Demo vor Deutscher Bank: Postbank-Mitarbeiter wollen Kündigungsschutz

Anlässlich der Sondersitzung des Aufsichtsrats der Deutschen Bank haben Mitarbeiter der Postbank am Freitag für sicherere Arbeitsplätze demonstriert.

Bei einer Kundgebung vor den Toren der Muttergesellschaft in Frankfurt protestierten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 400 Beschäftigte. Die Postbank-Angestellten kamen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

«Die Veranstaltung zeigt: Wir wollen den Kündigungsschutz haben. Was auch mit der Postbank passiert - wir brauchen eine Sicherheit für die Beschäftigten», sagte Bernd Rose, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Postbank.

Bei der Aufsichtsratssitzung sollte am Freitag über die künftige Strategie des größten deutschen Geldhauses entschieden werden. Als Optionen gelten dabei ein Verkauf der Tochter Postbank oder die Abspaltung des gesamten Privatkundengeschäfts einschließlich der Postbank.

Bundesweit haben Postbank-Mitarbeiter die Arbeit schon niedergelegt. Hintergrund des Streiks ist der Tarifkonflikt um eine Verlängerung des Kündigungsschutzes für die rund 10 000 Tarifbeschäftigten bis 2020. Das Management hat die Forderung bislang strikt abgelehnt. Nachdem Verdi die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Beschäftigen sich in einer Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik ausgesprochen hatten, wird die Postbank seit vergangenen Montag von einer Streikwelle erfasst.