Der April geht, der Mai kommt: Es wird ungemütlich und nass

Am Donnerstag bleibt es überwiegend stark bewölkt. Der schauerartige Regen im Nordwesten kommt weiter südostwärts voran, dabei sind auch Gewitter möglich. Im Nordwesten geht der Regen später in wechselnde Bewölkung mit Schauern und Gewittern über.

Der April geht, der Mai kommt: Es wird ungemütlich und nass
Wolfgang Kumm Der April geht, der Mai kommt: Es wird ungemütlich und nass

Am freundlichsten wird es südlich der Donau. Die Höchstwerte liegen zwischen 11 und 16 Grad, im Bergland um 9 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bergland sowie in Schauernähe auch stark bis stürmisch aus Südwesten bis Westen.

In der Nacht zum Freitag regnet es im Süden und Osten noch schauerartig verstärkt, wobei die Niederschläge besonders im Schwarzwald auch länger anhaltend und kräftig sein können. Sonst lassen die Schauer nach und die Bewölkung lockert von Nordwesten her auf. Die Temperatur sinkt auf 7 bis 3, im höheren Bergland auf 2 Grad.

Regenjacke und Schirm werden auch bei den Ausflügen oder Demonstrationen am 1. Mai eine wichtige Rolle spielen. Meteorologen erwarten für den Freitag Regen in Deutschland und Höchstwerte zwischen 8 und 14 Grad.

Nur am Oberrhein wird die 15-Grad-Marke erreicht, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Vor allem im Süden gehen zudem immer wieder Schauer nieder, die erst gegen Abend nachlassen.

Da gab es schon ganz andere Jahre: 2005 etwa war es nach Angaben des DWD am Mai-Feiertag hochsommerlich heiß. In Rheinau am Oberrhein wurde damals mit 31,1 Grad ein Temperatur-Rekord gemessen. Auch in Koblenz in Rheinland-Pfalz und Frankfurt am Main war es mit 31,0 und 30,9 Grad außergewöhnlich warm.

Umgekehrt lag am 1. Mai in vielen Jahren aber auch Schnee. So wurden 1970 an den brandenburgischen Stationen Neuruppin und Zehdenick eine Neuschneedecke von einem Zentimeter gemessen. Und bittere minus 8 Grad zeigte das Thermometer an dem Feiertag im Jahr 1962 auf der Schwäbischen Alp. «Somit werden nach den derzeitigen Erkenntnissen am diesjährigen 1. Mai voraussichtlich keine neuen Allzeitrekorde gebrochen», meinte ein Wetterforscher des DWD.