Deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen rückläufig

Die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland sieht der russische Botschafter Wladimir Grinin mit großen Sorgen.

Deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen rückläufig
Jens Büttner Deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen rückläufig

Der Warenumsatz im ersten Halbjahr 2014 habe sich um 6,5 Prozent verringert, sagte Grinin zum Auftakt des wegen der Ukraine-Krise umstrittenen Russland-Tags in Rostock, einem Wirtschaftstreffen mit mehr als 400 Teilnehmern vornehmlich aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Gebiet rund um St. Petersburg. Insbesondere der deutsche Export nach Russland ist demnach betroffen. Im Juli sei der Export um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen. Über das ganze Jahr gesehen könnte der Export um bis zu 25 Prozent sinken.

Als problematisch bezeichnete Grinin das Schwinden des gegenseitigen Vertrauens. In den vergangenen Jahren sei eine privilegierte Zusammenarbeit aufgebaut worden. Dieses Vertrauen wieder herzustellen, sei wesentlicher schwerer als nur die ökonomischen Wunden zu behandeln.