Deutsche Aktien belasten Sorgen um US-Geldpolitik

Am deutschen Aktienmarkt ist es am Mittwoch abwärts gegangen. Bis zur Mittagszeit fiel der Dax um 0,27 Prozent auf 9051 Punkte. Er benötigt laut dem Börsianer nach dem fulminanten Anstieg der jüngsten Zeit aktuell eine Verschnaufpause.

Der MDax sank um 0,92 Prozent auf 15 914 Punkte und der TecDax gab um 0,30 Prozent auf 1122 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,38 Prozent bei 3023 Punkte ein.

Spekulationen belasteten, dass die geldpolitischen Bremsmaßnahmen der US-Notenbank Fed doch schon im Dezember starten könnten, sagte Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX. Eine Drosselung noch in diesem Jahr sei weiter im Gespräch.

Im Fokus standen vor allem erneut zahlreiche Geschäftsberichte, die dieses Mal allerdings fast ausschließlich von mittelgroßen Konzernen aus dem MDax kamen. Im Dax gaben die Aktien von Eon einen Großteil ihrer frühen Vormittagsgewinne ab und legten zuletzt nur noch um 0,15 Prozent zu.

Die Quartalszahlen des unter der Energiewende leidenden Versorgers hätten zwar den Erwartungen entsprochen, doch nun rücke wohl verstärkt die gesenkte Jahresprognose in den den Blick, hieß es am Markt.

Im MDax nahmen die Anteilsscheine von Hochtief mit plus 2,67 Prozent die Index-Spitze ein. Analysten lobten insbesondere das Vorsteuerergebnis des Baukonzerns. Stada büßten nach schwachen Zahlen am Index-Ende etwas mehr als sechs Prozent ein. Vor dem Hintergrund der Thornton & Ross-Übernahme reichte zudem auch die bestätigte Jahresprognose nicht aus, um die Aktie zu stützen. ProSiebenSat.1-Papiere sackten um 4,76 Prozent ab. Die Großaktionäre KKR und Permira ziehen sich bei dem TV-Konzern wie angekündigt weiter zurück.