Deutsche Aktien geben moderat nach

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch moderat nachgegeben. Vor dem am Abend erwarteten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed warteten die Investoren wohl ab, sagte IG-Marktstratege Chris Weston. Um die Mittagszeit notierte der Dax 0,24 Prozent tiefer bei 8280 Punkten, womit er an die Verluste seit Wochenbeginn anknüpfte.

Der MDax verlor 0,31 Prozent auf 14 572 Punkte, während der TecDax um 0,45 Prozent auf 1018 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,32 Prozent.

Im Dax setzten die Aktien des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S trotz negativer Analystenkommentare ihre vorsichtige Erholungsbewegung fort und gewannen 1,40 Prozent. Als mögliche Kursstütze nannten Händler einen Bericht, wonach der Oligarch Suleyman Kerimov seine Beteiligung am russischen Konkurrenten Uralkali erhöht hat. Vom Niveau vor dem Kurssturz Ende Juli, als Uralkali aus der Kali-Vertriebsallianz BPC ausgestiegen war und vor einem Preisrutsch gewarnt hatte, sind die Aktien aber noch weit entfernt.

Dax-Spitzenreiter nach einem positiven Analystenkommentar waren die Commerzbank-Aktien mit plus 2,05 Prozent. Die Anteilsscheine von Kabel Deutschland legten nach einem Zeitungsbericht zur geplanten Übernahme durch Vodafone um 1,67 Prozent zu, was den ersten Platz im MDax bedeutete. Das Bundeskartellamt sehe keine Hürden für die Transaktion, berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung». Die Übernahme solle nun von der EU-Kommission geprüft werden.