Deutsche Aktien gewinnen nach Konjunkturdaten

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach zwei Verlustwochen in Folge wieder zugelegt. Für den Dax ging es bis zum Nachmittag um 1,79 Prozent auf 9167 Punkte nach oben.

Der MDax rückte um 1,19 Prozent auf 16 087 Punkte vor und der TecDax stieg um 0,78 Prozent auf 1119 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand zuletzt 1,79 Prozent höher. Händlern zufolge haben insbesondere robuste deutsche Konjunkturdaten angetrieben.

Die am Vormittag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone zeigten zwar, dass Frankreichs Wirtschaft zurückfällt, in Deutschland nimmt die Konjunktur hingegen weiter Fahrt auf. In den USA hellte sich der Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe im US-Bundesstaat New York im Dezember derweil nicht so stark auf wie erwartet. Auslieferungen und Aufträge hätten sich allerdings teils deutlich verbessert, kommentierte Analyst Johannes Jander von der Helaba.

Die Aktien der Deutschen Telekom verteuerten sich an der Dax-Spitze um 4,71 Prozent. Sie profitierten von Übernahmefantasien nach einem Medienbericht über ein Interesse des US-Konzerns Sprint an der Tochter T-Mobile US.

Für die Commerzbank-Titel ging es um 3,99 Prozent nach oben. Das Institut fand einen Käufer für ein großes Paket von Schiffskrediten und kommt damit beim Abbau seiner Problemkredite voran. Ein Händler verwies als Antrieb zudem auf einen positiv aufgenommenen Pressebericht. Einem Artikel des «Spiegel» zufolge ist es durchaus möglich, dass deutsche Banken von der geplanten Bankenabgabe für einen europäischen Abwicklungsfonds erst einmal verschont blieben. Siemens-Aktien gewannen nach einem Großauftrag im zwischenzeitlich schwächelnden Geschäft mit Windanlagen 2,73 Prozent. Einziger Verlierer im Dax waren die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care. Sie gaben um 0,40 Prozent nach.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,51 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 132,98 Punkte. Der Bund-Future stand prozentual unverändert bei 140,33 Punkten. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3776 (Freitag: 1,3727) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7259 (0,7285) Euro.