Deutsche Aktien kaum verändert

Deutsche Aktien sind nach schwächeren Vorgaben aus Übersee kaum vom Fleck gekommen. Der Dax stand im frühen Handel bei 9397 Punkten 0,06 Prozent tiefer. Am Montag hatte der Index der 30 wichtigsten deutschen Werte seine Rekordmarke im Verlauf etwas erhöht auf 9424,83 Punkte.

Der MDax trat mit minus 0,06 Prozent auf 16 386 Punkte ebenfalls auf der Stelle. Am Vortag hatte der Index für mittelgroße Werte mehrfach Bestwerte gesetzt - die Latte liegt aktuell bei 16 418,33 Punkten. Der TecDax war bei 1156 Punkten nahezu unverändert. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 fiel um 0,21 Prozent.

Aktien von ThyssenKrupp verloren nach der angekündigten Kapitalerhöhung weiter etwas an Boden. Die Titel des kriselnden Stahlkonzerns gaben ein halbes Prozent ab, nachdem sie am Vortag wegen der Enttäuschung um die fortdauernde Misere herbe Verluste von mehr als acht Prozent hatten einstecken müssen. Mit den mehr als 51 Millionen neu ausgegebenen Aktien sammelten die Essener brutto rund 880 Millionen Euro ein, je Aktie erlöste der Konzern 17,15 Euro. Mit der Kapitalerhöhung sei nun eine große Belastung für den Aktienkurs vom Tisch, sagte ein Händler am Morgen. Die Platzierung selbst drücke aber zunächst auf den Kurs. Danach könnten die Papiere jedoch eine «Erleichterungsrally» starten. Größter Verlierer im Leitindex waren zunächst Lufthansa mit fast zwei Prozent.

Ansonsten herrschte Mangelware an bewegenden Nachrichten. Für Kursausschläge sorgten im Dax vor allem Analystenkommentare. Der Medizinkonzern Fresenius profitierte mit einem Plus von mehr als drei Prozent an der Dax-Spitze von Expertenaussagen. Bei Conti sorgten Analystenstimmen hingegen auf der anderen Seite für ein Minus von einem knappen Prozent.