Deutsche Aktien legen weiter zu nach China-Daten

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag freundlich gezeigt. Der Dax gewann bis zum Nachmittag 0,39 Prozent auf 9043 Punkte. In der Vorwoche hatte der Leitindex 0,25 Prozent zugelegt und bei 9070 Punkten ein Allzeithoch erreicht.

Der MDax stand zuletzt auf einem Rekordhoch 0,58 Prozent höher bei 16 099 Punkten. Der TecDax legte um 0,37 Prozent auf 1140 Punkte zu. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, stieg um 0,40 Prozent auf 3065 Punkte.

Gute Daten aus China hätten dem Markt schon zum Start Auftrieb gegeben, sagte Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari in London. Aktienhändlerin Anita Paluch von der Varengold Bank nannte zudem die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank EZB.

Sie werde durch eine niedrige Inflation befeuert. Unterdessen ließen die Einkaufsmanagerindizes aus Spanien und Italien nach Einschätzung der Helaba aber darauf schließen, dass das von der EZB beschriebene Szenario einer allmählichen Konjunkturerholung bestätigt wird. Spekulationen auf eine Leitzinssenkung dürfte das nicht forcieren.

Die Aktie von K+S kletterte mit plus 6,93 Prozent auf 20,53 Euro an die Dax-Spitze. Die Analysten von Commerzbank und HSBC gaben ihre negative Haltung zu dem Salz- und Düngemittelkonzern auf. Sie zeigten sich nun etwas optimistischer, dass K+S nach der schweren Zeit seit Sommer nun wieder in ruhigere Fahrwasser kommen könnte. Die Vorzüge von Volkswagen (VW) wurden nach Autoverkaufszahlen aus den USA ebenfalls favorisiert. Sie erreichten ein Rekordhoch und gewannen zuletzt 1,62 Prozent.

Lufthansa-Papiere stabilisierten sich nach Verlusten in Reaktion auf eine gekappte Gewinnprognose des Billigfliegers Ryanair. Das sorgte für schlechte Stimmung im Sektor. Die Anteile der größten deutschen Fluggesellschaft gaben zuletzt aber nur noch 0,17 Prozent ab. Am Dax-Ende standen Deutsche Bank mit minus 0,71 Prozent.

Die Aktie der Commerzbank rückte dagegen um 0,47 Prozent vor. Bankchef Martin Blessing schließt eine Übernahme des Instituts nicht grundsätzlich aus: «Selbstständigkeit ist für mich kein Selbstzweck.»

Im MDax rutschten Stada-Papiere um 4,39 Prozent ab. Die Deutsche Bank stufte den Generikahersteller nach der jüngsten Kursrally ab. Tagessieger im Index mittelgroßer Werte waren dagegen nach Zahlen die Anteile an Fuchs Petrolub mit plus 6,06 Prozent. Nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung sah ein Börsianer die Kennziffern als Anlass für eine Erholung.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,36 (Freitag: 1,35) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 134,21 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,20 Prozent auf 142,04 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3506 (1,3505) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7404 (0,7405) Euro.