Deutsche Aktien richtungslos

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag verhalten präsentiert. Die wichtigsten Aktienindizes pendelten bis zum Mittag unentschlossen um ihr Schlussniveau vom Freitag.

Zuletzt stand der deutsche Leitindex Dax um 0,03 Prozent höher bei 9438 Punkten, der MDax mittelgroßer Werte trat mit plus 0,01 Prozent bei 16 621 Punkten auf der Stelle. Der TecDax rückte um 0,07 Prozent auf 1184 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hielt sich mit 0,10 Prozent im Plus.

Zu Beginn der ersten vollen Handelswoche im neuen Jahr fänden die Märkte angesichts gemischt ausgefallener Einkaufsmanagerindizes bisher keine klare Richtung, sagte Aktienhändler Toby Morris vom Broker CMC Markets in London.

Die Erholung in Spanien gewinne mit einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindex an Fahrt und auch die Daten aus Frankreich hätten ausnahmsweise die Prognosen übertroffen. Allerdings blieb der Indikator hier weiter unter der Wachstumsgrenze.

Auf der anderen Seite hätten die Daten aus Italien und auch Deutschland enttäuscht. Am Morgen hatten schon trübe Daten aus China mit einem rückläufigen HSBC-Einkaufsmanagerindex verstärkten konjunkturellen Gegenwind für den Dienstleistungssektor signalisiert.

Commerzbank-Aktien kletterten mit plus 2,53 Prozent auf 11,57 Euro an die Dax-Spitze. Bereichsvorstand Gustav Holtkemper hatte der Anlegerzeitung «Euro am Sonntag» gesagt, dass die Bank im Geschäft mit reichen Privatkunden ihren Marktanteil deutlich ausbauen wolle. Das begünstigte einem Händler zufolge die Erholung der Aktien nach einem deutlichen Rücksetzer zu Jahresbeginn. Munich Re erholten sich mit plus 1,17 Prozent ebenfalls von ihrer jüngsten Schwäche.

Lufthansa-Papiere standen dagegen belastet von einer negativen Analystenstudie mit einem Abschlag von 1,17 Prozent am Dax-Ende. Fresenius-Aktien profitierten dagegen mit plus 0,85 Prozent von einer Kurszielerhöhung. Die Anteile an der Deutschen Börse legten nach einem Bericht der «Welt» zum Thema Finanztransaktionssteuer 0,72 Prozent zu.

Autowerte standen mit Absatzzahlen aus den USA im Fokus. Die Vorzüge von Volkswagen verloren 1,25 Prozent. Der Wolfsburger Autobauer fällt nach einer grandiosen Aufholjagd in den USA nun wieder zurück. Positiv werteten Börsianer indes die Verkäufe von Mercedes-Benz, was Daimler-Aktien plus 0,15 Prozent einbrachte.