Deutsche Aktien treten weiter auf der Stelle

Die deutschen Aktienindizes haben am Dienstag weiter auf der Stelle getreten. Während der Dax am Mittag 0,05 Prozent höher stand bei 8640 Punkten, sackte der MDax mit 0,08 Prozent ins Minus auf 14 954 Punkte.

Der TecDax kletterte mit 0,06 Prozent ins Plus auf 1071 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte 0,25 Prozent zu.

Händler sprachen von einem lustlosen Handel ohne entscheidende Impulse. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigte kaum Wirkung. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich dem Index zufolge zwar etwas verbessert, blieb aber hinter den Markterwartungen zurück.

Der Experte Ralf Umlauf von der Helaba sprach dennoch von einer guten Nachricht. «Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf und im dritten Quartal dürfte das Wachstum erneut robust ausfallen. Auf politischer Seite gilt es jetzt, zügig eine handlungsfähige Regierung zu bilden.» Am Nachmittag konnten US-Daten die Märkte noch mal bewegen, zudem standen Reden von Mitgliedern der Europäischen Zentralbank (EZB) an.

Die Versorger standen an der Dax-Spitze. Nach der am Vortag zunächst noch negativen Reaktion auf die Bundestagswahl mit einer bisher unklaren Regierungsbildung knüpft der Sektor nun an seine Erholungsbewegung an. RWE-Aktien verteuerten sich um 1,67 Prozent auf 25,02 Euro. Die Anteile am größten Energiekonzern Eon legten um 1,38 Prozent zu.

Auch Autowerte waren beliebt: Die Papiere von BMW, Daimler und VW kletterten jeweils um fast ein Prozent nach oben. Händler sprachen von einer optimistischeren Stimmung in dem Sektor. Analyst Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe bestätigte, dass der Tenor auf der IAA in Frankfurt grundsätzlich gewesen sei, dass der Talboden in Europa jetzt erreicht sei. Es gehe nun wieder langsam aufwärts.

Die Aktien des Düngemittelherstellers K+S rutschten dagegen nach einer skeptischen Analysteneinschätzung um 3,45 Prozent ab. Commerzbank-Aktien litten mit minus 2,65 Prozent unter einer Abstufung von Equinet. Ein deutlicher Ergebnisrückgang hat die Titel des Zuckerherstellers Südzucker mit minus 4,75 Prozent an das MDax-Ende gedrückt. Im TecDax brachen die Aktien von PSI nach der einkassierten Prognose des Softwareherstellers um 13,30 Prozent auf 11,80 Euro ein.