Deutsche Aktien verlieren wegen Unsicherheit um US-Geldpolitik

Die geldpolitischen Sorgen in den USA haben am Donnerstag auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax sackte bis zum Mittag mit 0,62 Prozent ab auf 9021 Punkte.

Der Leitindex fällt damit weiter von seinem zum Monatsanfang erreichten Rekordhoch bei 9424 Punkten zurück. Der MDax gab 0,66 Prozent auf 15 916 Punkte ab, der Technologie-Auswahlindex TecDax fiel um 1,06 Prozent auf 1119 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,40 Prozent abwärts.

«Die Angst vor dem "Tapering" beherrscht die Märkte und das dürfte sich bis zur Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche nicht ändern», sagte ein Händler. Damit meinen Börsianer die Reduzierung der Wertpapierkäufe, die von den Währungshütern in den USA zur Unterstützung der Konjunktur vorgenommen werden.

Die jüngste Einigung von Republikanern und Demokraten im Haushaltsstreit der USA könnte einen neuen Finanzstreit abwenden und das erhöht aus Sicht vieler Börsianer den Druck auf die Federal Reserve.

Größter Verlierer im Dax war ohne neue Nachrichten die Lanxess-Aktie mit minus 2,69 Prozent auf 43,74 Euro. Zu den Gewinnern zählten dagegen risikoarm eingestufte Aktien wie Fresenius und FMC. Diese Aktien würden in unsicheren Börsenzeiten von vielen Anlegern bevorzugt, hieß es.

An der MDax-Spitze profitierten Metro-Papiere mit plus 1,33 Prozent von der Zahlenvorlage des Handelskonzerns. Zwar stehen im abgelaufenen Geschäftsjahr rote Zahlen, da es aber operativ wieder besser läuft bei dem Handelsriesen kam bei Aktionären trotzdem gute Stimmung auf. Zu den Stars des Börsentages zählte die Borussia Dortmund-Aktie mit plus 3,60 Prozent. «Kevin Großkreutz hat mit seinem Tor in erster Linie die Fans, in zweiter Linie aber auch die Börsianer glücklich gemacht», sagte Daniel Saurenz von Feingold Research.