Deutsche-Bank-Prozess: Ordner setzen Mann vor die Tür

Ein ungebetener Gast hat im Strafprozess gegen Top-Banker der Deutschen Bank vor dem Landgericht München für Aufregung gesorgt.

Deutsche-Bank-Prozess: Ordner setzen Mann vor die Tür =
Boris Roessler Deutsche-Bank-Prozess: Ordner setzen Mann vor die Tür =

Der Mann kam am Dienstagmorgen in Anzug und Krawatte in den Gerichtssaal und setzte sich auf den Zeugenplatz. Der Vorsitzende Richter Peter Noll forderte den Mann auf, den Platz zu verlassen. «Sie sind kein Zeuge. Entweder Sie gehen jetzt freiwillig oder Sie werden entfernt.»

Als der Mann dieser Aufforderung nicht nachkam, packten ihn Ordner an den Armen und führten ihn aus dem Saal. Warum der Mann, der keinen verwirrten Eindruck machte, sich in den Prozess drängen wollte, blieb unklar. «Uns ist ein Zeuge in die Arme gelaufen, den keiner geladen hat», sagte einer der Anwälte.

In dem Prozess muss sich der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, zusammen mit seinen Vorgängern Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weiteren Bankern wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch verantworten. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.