Deutsche Bank rechnet mit weniger Rechtskosten in 2016

Nach ihrem Rekordverlust im vergangenen Jahr erwartet die Deutsche Bank zumindest bei den Kosten für die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten nun etwas Entspannung.

Der Vorstand rechnet in diesem Jahr mit geringeren Rückstellungen für die zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen, wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht. Im vergangenen Jahr hatte die Bank weitere 5,2 Milliarden Euro für Rechtsrisiken zur Seite gelegt.

Das führte zusammen mit milliardenschweren Abschreibungen und den Kosten für den Konzernumbau zu einem Minus von fast 6,8 Milliarden Euro. Den größten Verlust in ihrer Geschichte hatte die Bank bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Für 2014 hatte das Institut noch rund 1,7 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen.

Insgesamt belaufen sich die Rückstellungen für mögliche juristische Niederlagen derzeit auf 5,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen sogenannte Eventualrisiken von 2,2 Milliarden Euro, für die noch keine Rücklagen gebildet wurden. 2016 werde der Höhepunkt bei der Sanierung der Bank, hieß es in der Präsentation. Der Vorstand kündigte an, dass dies noch einmal eine Milliarde Euro kosten werde.