Deutsche Bank wie erwartet tief in der Verlustzone

Die Deutsche Bank hat wegen der harten Aufräumarbeiten in ihrer Bilanz einen Rekordverlust im dritten Quartal verbucht.

Unter dem Strich kam ein Minus von sechs Milliarden Euro zusammen, wie das Institut in Frankfurt mitteilte. Grund sind milliardenschwere Abschreibungen auf das Investmentbanking und das Privatkundengeschäft mit der Tochter Postbank. Hinzu kamen neue Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.

Die Bank hatte bereits vor rund drei Wochen einen Verlust in dieser Größenordnung angekündigt, das Minus fiel nun etwas geringer aus als zunächst in Aussicht gestellt. Vor einem Jahr hatte die Bank nach revidierten Zahlen 92 Millionen Verlust im dritten Quartal erzielt.

Co-Chef John Cryan sprach in der Mitteilung von einem «absolut enttäuschenden Ergebnis». Cryan will im Laufe des Tages seine Pläne für den Umbau der Bank vorlegen. Es wird erwartet, dass er harte Einschnitte ankündigen und vor allem das Investmentbanking schrumpfen wird. Die Bank hat bereits beschlossen, dass die Sparte künftig in zwei Teile getrennt wird. Am Mittwochabend hatte der Dax-Konzern bereits angekündigt, für 2015 und 2016 keine Dividende zu zahlen.