Deutsche Biathleten wollen Massenstart-Medaille

Alle gegen einen: Die versammelte Biathlon-Elite möchte den «WM-Grand-Slam» von Frankreichs Superstar Martin Fourcade in Oslo verhindern.

Deutsche Biathleten wollen Massenstart-Medaille
Hendrik Schmidt Deutsche Biathleten wollen Massenstart-Medaille

«29 andere haben was dagegen und werden alles versuchen, dass er das nicht schafft», sagte Simon Schempp mit Blick auf den abschließenden WM-Massenstart. «Martin hat schon so viel gewonnen. Noch einmal muss vielleicht nicht sein.» Auch Norwegens Staffel-Weltmeister Emil Hegle Svendsen kündigte forsch an: «Wir wollen ihn unbedingt schlagen.»

Fourcade könnte als erster Biathlet bei einer WM alle vier Einzelrennen gewinnen. Er hat schon Gold im Sprint, in der Verfolgung und im Einzel sowie in der Mixed-Staffel. Den Durchmarsch zu sechsmal Gold verpasste er, da das französische Staffelteam chancenlos war.

Qualifiziert für den Massenstart hat sich die Silber-Staffel mit Schempp, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Benedikt Doll sowie Andreas Birnbacher, der nach Oslo seine Karriere beendet. Es dürfen aber nur vier Deutsche starten. Die Entscheidung fällt erst am Sonntag.

«Ich hoffe, dass ich am Schießstand fehlerfrei durchkomme, dann ist einiges möglich», sagte Schempp. «Ich hoffe, dass wir uns noch mal von so einer Seite wie in der Staffel zeigen können.»

Bei den Damen starten Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand und Franziska Preuß. Beste Chancen haben Dahlmeier und Hildebrand. «Das Rennen fängt wieder bei Null an. Aber es ist auf jeden Fall wieder was möglich», sagte die 22-jährige Dahlmeier, die schon Gold in der Verfolgung sowie Bronze im Sprint und Einzel gewonnen hat.