Deutsche Folgen: Bach-Rücktritt als DOSB-Präsident am 17. September

Die Wahl von Thomas Bach zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat Auswirkungen auf den deutschen Sport.

Deutsche Folgen: Bach-Rücktritt als DOSB-Präsident am 17. September
Arne Dedert Deutsche Folgen: Bach-Rücktritt als DOSB-Präsident am 17. September

«Verabredet ist, dass Thomas Bach bei der nächsten Präsidiumssitzung am 17. September in Frankfurt/Main als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zurücktreten wird», sagte Hans-Peter Krämer am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Laut DOSB-Satzung wird Krämer als Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen die Geschäfte des Präsidenten stellvertretend übernehmen, und zwar mindestens bis zur Mitgliederversammlung des Dachverbandes am 6./7. Dezember in Wiesbaden.

Dort wird sich entscheiden, ob Krämer das Amt noch für ein weiteres Jahr weiterführen muss. Bachs Amstzeit, der 2006 zum Vereinigungspräsident von Deutschem Sportbund (DSB) und Nationalem Olympischen Komitee (IOC) gewählt und 2010 wiedergewählt wurde, reicht bis Ende 2014. Krämer will sich «an exponierter Stelle bemühen, bei der Suche nach einer Bach-Nachfolge hilfreich zu sein». Nur im Notfall wäre der Banker aus Köln bereit, die Präsidenten-Vertretung bis zum Ende der vierjährigen Wahlperiode zu übernehmen. Somit könnte sich in Wiesbaden ein Kandidat nur für ein Jahr zur Wahl stellen.

Als Kandidaten für die Bach-Nachfolge sind Generaldirektor Michael Vesper, Ingo-Rolf Weiss als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend und Christa Thiel im Gespräch. Die Präsidentin des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ist im DOSB-Präsidium für den Leistungssport zuständig. Vesper gilt nur dann als wählbar, wenn er die Präsidentschaft als Ehrenamt annehmen und somit auf seinen Posten als bezahlter Generaldirektor verzichten würde.