Deutsche Handballer zwischen Stolz und Enttäuschung

Die Stimmung im deutschen Handball-Lager schwankte zwischen Stolz und Enttäuschung. «Wir können auf unseren Teamgeist stolz sein.

Deutsche Handballer zwischen Stolz und Enttäuschung
Maciej Kulczynski Deutsche Handballer zwischen Stolz und Enttäuschung

Die zweite Halbzeit war absolut auf Augenhöhe», sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Samstagabend nach der unnötigen 29:32 (15:18)-Niederlage gegen den Gruppenfavoriten Spanien zum Auftakt der EM in Breslau. Ein Sieben-Tore-Rückstand beim 11:18 (23.) erwies sich trotz einer über weite Strecken überzeugenden Leistung als zu schwere Bürde.

«Wir sind natürlich enttäuscht», gestand Kapitän Steffen Weinhold. Nach einem schweren Kopftreffer aus Nahdistanz, für den der Spanier Jorge Maqueda in der 30. Minute Rot gesehen hatte, gab der Rückraumspieler Entwarnung. «Es ist alles in Ordnung», meinte er nach dem Spiel.

Bob Hanning, Vizepräsident für Leistungssport im Deutschen Handballbund (DHB), hält die Chancen für das Erreichen der Hauptrunde weiter für intakt. «Zweimal gewinnen und wir sind weiter», erklärte er, «wir haben gezeigt, dass wir mitspielen können bei diesem Turnier.» Nächster Gegner ist am Montag Rekord-Europameister Schweden, der überraschend mit 23:21 gegen Slowenien gewann. «Darauf werden wir uns jetzt vorbereiten. Und natürlich wollen wir gewinnen», verkündete Weinhold.