Deutsche Pfandbriefbank verdient mehr

Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) bleibt auch im zweiten Jahresviertel auf Kurs. Dank eines weiter wachsenden Neugeschäfts verdiente die Deutsche Pfandbriefbank (Pbb), in der das Kerngeschäft der HRE gebündelt ist, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor Steuern eine Millionen Euro mehr und verbuchte einen Gewinn von 31 Millionen Euro.

Auf Halbjahressicht kletterte der Vorsteuergewinn noch deutlicher von 51 auf 60 Millionen Euro. «Die pbb ist seit nunmehr drei Jahren profitabel und hat in dieser Zeit vor Steuern rund 590 Millionen Euro verdient», sagte Vorstandschefin Manuela Better am Dienstag in München. «Wir sehen uns auf einem sehr guten Weg, unsere Geschäftsziele im Jahr 2013 zu erreichen.»

Die Pbb will bis Jahresende vor Steuern mehr als 100 Millionen Euro verdient haben, das Neugeschäft soll auf 5,6 Milliarden Euro klettern. Nach dem ersten Halbjahr sind 3,4 Milliarden eingefahren - und damit doppelt so viel wie in der ersten Hälfte 2012. Der größte Teil stammt mit 2,8 Milliarden aus der Immobilienfinanzierung, fast die Hälfte des gesamten Neugeschäfts machte die Bank in Deutschland.

Der Bund will sich bis 2015 wieder von der Bank trennen, um damit die Auflagen der EU zu erfüllen. Die HRE war im Herbst 2008 mit staatlichen Milliardenhilfen vor dem Zusammenbruch bewahrt und danach verstaatlicht worden. Um dem Konzern einen Neustart zu ermöglichen, wurden im Herbst 2011 Altlasten in eine sogenannte Bad Bank, die FMS Wertmanagement ausgelagert.

Insgesamt verwaltete die FMS Ende 2012 noch Risikopapiere und Kredite im Wert von knapp 137 Milliarden Euro. Aufgabe der Abwicklungsanstalt ist es, diese Papiere möglichst ohne Verluste bis zum Jahr 2020 wieder zu Geld zu machen. Für Verluste die dabei entstehen, haftet am Ende der Steuerzahler.