Deutsche TV-Sender mit hohem Aufwand gegen Cyber-Attacken

Deutsche Fernsehsender betreiben einen hohen Aufwand, um sich gegen Hackerangriffe wie in Frankreich zu schützen.

Ein Sprecher der Redaktion ARD aktuell, die unter anderem die «Tagesschau» produziert, sagte am Donnerstag bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Schutzmaßnahmen hätten dort einen hohen Standard. «Auf die Sicherung der Sendesysteme wird dabei besonderes Gewicht gelegt. Die Maßnahmen schließen auch die Schärfung des Bewusstseins für die Gefahr digitaler Angriffe ein.»

Auch der private Fernsehkonzern ProSiebenSat.1, zu dem unter anderem die Sender Sat.1, Kabel eins und ProSieben gehören, verwies auf ein umfassendes Sicherheitskonzept und ein eigenes Notfallmanagement. «Unsere IT-Systeme sind mehrfach abgesichert und redundant ausgelegt. Dadurch bieten wir eine höchstmögliche Sicherheit, sowohl für unsere Sender als auch die digitalen Angebote. Für unsere zusätzliche, mehrstufige Security-Software setzen wir nur die neueste Technik ein und überprüfen die Systeme regelmäßig auf Durchlässigkeit», berichtete eine Sprecherin der Sendergruppe in Unterföhring.

Die Deutsche Welle prüft ebenfalls regelmäßig die Sicherheit. «Wir sind, was alle verfügbaren Hardware- und Softwarelösungen angeht, auf dem jeweils neuesten Stand», sagte ein Sprecher des deutschen Auslandssenders. Zudem gebe es einen internationalen Austausch mit anderen Anstalten, um aus Hackerangriffen wie jetzt bei TV 5 Monde zu lernen. «Wenn es da zu irgendwelchen handfesten Erkenntnissen kommt jetzt in diesem konkreten Fall, kann man davon ausgehen, dass das in diesem Kreise auch geteilt wird, um sich gegen ein neu bekanntgewordenes Phänomen schützen zu können.» Man könne jedoch «ein Restrisiko trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nie ganz ausschließen».

Das ZDF hält sich in Fragen des Computerschutzes bedeckt. Man könne die IT-Sicherheitsvorkehrungen «nicht öffentlich bekanntmachen».