Deutsche und Briten erinnern an Tote der Skagerrakschlacht

100 Jahre nach der größten Seeschlacht der Geschichte wollen Deutsche und Briten mit einer Gedenkveranstaltung in Laboe bei Kiel an die getöteten Soldaten erinnern. Der Deutsche Marinebund und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erwarten dazu auch Prinz Edward, den Herzog von Kent.

Deutsche und Briten erinnern an Tote der Skagerrakschlacht
NMRM Deutsche und Briten erinnern an Tote der Skagerrakschlacht

370 weitere Gäste sind geladen, darunter der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, und der Chef des Stabes im Marinekommando, Konteradmiral Thorsten Kähler.

Westlich der Meerenge Skagerrak zwischen Norwegen und Dänemark lieferten sich Deutschland und Großbritannien am 31. Mai 1916 die einzige große Seeschlacht des Ersten Weltkriegs. In der Schlacht am Skagerrak (englisch: Battle of Jutland) standen sich die deutsche Hochseeflotte unter Admiral Reinhard Scheer mit 22 Schlacht- und Linienschiffen und die Grand Fleet unter Admiral Sir John Jellicoe mit 28 Schlachtschiffen gegenüber. Auf beiden Seiten kamen leichte Kreuzer sowie zahlreiche Zerstörer und Torpedoboote dazu. 60 000 Briten kämpfen gegen 45 000 Deutsche.

Gegen 15.30 Uhr eröffnete der deutsche Kreuzer «Elbing» das Feuer. Innerhalb weniger Minuten sanken die britischen Schlachtkreuzer «Indefatigable» und «Queen Mary». Es kam zu erbitterten Gefechten mit hohen Verlusten. In der Nacht konnte sich Scheer einer Umklammerung seiner Flotte durch britsche Schiffe entziehen. Schließlich brach Jellicoe das Gefecht ab, auch die deutsche Flotte zog sich zurück.

Am Ende gab es 14 Schiffsverluste und knapp 6100 Tote auf britischer sowie 10 verlorene Schiffe und mehr als 2500 Tote auf deutscher Seite. Unter den Toten war auch der deutsche Schriftsteller Gorch Fock. Die Schlacht brachte keine Veränderung der taktischen Lage: Die britische Marine kontrollierte weiter die Seewege nach Deutschland.