Deutsche Wirtschaft stützt Merkels Kurs in Flüchtlingskrise

Im Streit über die Flüchtlingspolitik hat sich die deutschen Wirtschaft klar hinter den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestellt.

Deutsche Wirtschaft stützt Merkels Kurs in Flüchtlingskrise
Carmen Jaspersen Deutsche Wirtschaft stützt Merkels Kurs in Flüchtlingskrise

«Sie widersetzt sich diesen populistischen Äußerungen, die in ganz Deutschland immer wieder zum Vorschein kommen, und versucht, mit vielen Einzelschritten dieses Problem in den Griff zu bekommen», sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer vor einem Gespräch Merkels mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft in München. Das sei der richtige Weg. «Solch eine Situation kann man nicht durch einen großen Hammerschlag lösen.»

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, stellte sich ebenfalls klar hinter Merkel. Er argumentierte, es könne keine Obergrenzen für Flüchtlinge in Deutschland geben, «weil sie nicht umsetzbar sind». Und es dürfe keine dauerhaften Grenzkontrollen innerhalb der EU geben. «Das darf nicht passieren», sagte Schweitzer. «Sollte es keine europäische Lösung geben, und kommt es zum Aufbau von Grenzen innerhalb Europas, werden wir einen sehr hohen Wohlstandsverlust in Deutschland erleiden, und wir werden erheblich Arbeitsplätze verlieren.»