Deutscher Aktienmarkt beruhigt sich nach Franken-Turbulenzen

Nach den Turbulenzen um den Franken hat der deutsche Aktienmarkt zum Wochenschluss eine Verschnaufpause eingelegt.

Am Nachmittag lag der Dax 0,02 Prozent tiefer bei 10 030,42 Punkten, nachdem er am Vortag extrem geschwankt war und letztlich 2,20 Prozent gewonnen hatte. Auslöser war die Entkoppelung des Franken zum Euro durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) - der unerwartete Schritt hatte den Franken massiv aufgewertet und den Euro umgekehrt unter Druck gesetzt.

Der MDax der mittelgroßen Konzerne gewann am Freitag 0,09 Prozent auf 17 586,50 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 0,31 Prozent auf 1432,14 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 0,15 Prozent ein.

Ungeachtet der hohen Volatilität und Nervosität im Markt behaupte sich der Dax ganz ordentlich, sagte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Der Markt interpretiere das Vorgehen der SNB als klares Indiz für die Einführung eines Anleihenkaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche.

Dies sowie die freundlicheren Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft wegen des schwachen Euro steigere die Zuversicht am deutschen Aktienmarkt. Die Geldflut der Notenbanken treibt seit Jahren die Börsen.