Deutscher Aktienmarkt kommt gestärkt aus der Osterpause

Der deutsche Aktienmarkt ist positiv gestimmt aus der Osterpause zurückgekehrt. Im frühen Handel am Dienstag stieg der Dax um 1,11 Prozent auf 12 100,46 Punkte.

Deutscher Aktienmarkt kommt gestärkt aus der Osterpause
Fredrik Von Erichsen Deutscher Aktienmarkt kommt gestärkt aus der Osterpause

Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es um 0,60 Prozent auf 20 985,26 Zähler nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,97 Prozent auf 1629,93 Punkte zu.

Auftrieb erhielt der Markt von Kursgewinnen der in der Osterzeit teils geöffneten Börsen in Übersee. So ging es an der Wall Street am Ostermontag letztlich klar nach oben. In Asien hatten die chinesische Festlandbörsen am Dienstag ihre Rekordrally auf dem höchsten Niveau seit 2008 fortgesetzt und auch der Leitindex Nikkei in Tokio nahm wieder Kurs auf seinen jüngsten Höchststand seit dem Jahr 2000.

Positive Impulse erhielt der Markt zudem von der Einigung der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands im Atom-Streit mit dem Iran. Auch das Versprechen des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis, Athen werde planmäßig eine weitere Kredittranche an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen, trug zur guten Stimmung der Anleger bei. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann am Dienstagmorgen 1,03 Prozent.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien der Deutschen Post im Mittelpunkt des Interesses. Grund dafür ist ein Übernahmeangebot des US-Logistikkonzerns FedEx für den niederländischen Konkurrenten TNT Express. Im frühen Handel gewannen die Post-Papiere zuletzt 1,61 Prozent und gehörten damit zu den attraktivsten Dax-Werten.

Am Dax-Ende rangierten die Titel der Lufthansa mit einem Verlust von 1,89 Prozent nach einer negativen Analystenstudie. Auch Adidas-Aktien konnten nach einem Analystenkommentar mit minus 0,04 Prozent mit dem Dax nicht Schritt halten. Die US-Investmentbank Raymond James rechnet damit, dass der starke Dollar den Gewinn belastet. Denn der Konzern erhalte rund 90 Prozent seiner Zulieferer-Rechnungen in Dollar.