Deutscher Automarkt im Oktober weiter erholt

Der deutsche Automarkt erholt sich langsam. Für den Oktober vermeldete das Kraftfahrtbundesamt am Montag 265 441 neu zugelassene Autos und damit 2,3 Prozent mehr als im gleichen Monat vor einem Jahr.

Den schwachen Start ins Jahr konnten die Hersteller aber nicht ausgleichen, so dass für die ersten zehn Monate immer noch ein Minus von 5,2 Prozent auf 2,48 Millionen Fahrzeuge steht.

Unter den deutschen Herstellern waren im Oktober vor allem Porsche (+24,2 Prozent) und Opel (+12,1 Prozent) erfolgreicher als ein Jahr zuvor. Neben kleineren Import-Marken legten auch die ausländischen VW-Konzerntöchter Seat (+24,3) und Skoda (+36,9) kräftig zu.

Diese beiden Hersteller gehörten auch zu den wenigen Anbietern, die 2013 bislang die Vorgaben aus dem Vorjahr übertreffen. Neben einigen Importeuren konnten aus Deutschland bislang nur Mercedes und Porsche steigende Zulassungszahlen in dem Zehnmonatszeitraum vorweisen.

Marktführer VW fährt hingegen mit einem Minus von 7,5 Prozent auf gut 532 000 Fahrzeuge dem Vorjahreserfolg noch deutlich hinterher. Im Oktober steigerten die Wolfsburger die Zulassungszahl um 1,9 Prozent und wuchsen damit etwas langsamer als der Markt.

«Damit setzt sich die langsame Stabilisierung des deutschen Marktes fort», sagte Präsident Matthias Wissmann vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zu dem Zahlenwerk. Zudem seien die Ausfuhren um zwei Prozent auf gut 352 000 Autos gewachsen. Produktion und Export seien in den ersten zehn Monaten in etwa auf Vorjahresniveau.

Der Importeurverband VDIK rechnet damit, dass der Stabilisierungskurs anhält, wie Präsident Volker Lange in einer Mitteilung betonte. Er setzt auf eine positive Konsumstimmung in Deutschland: «Nach Umfragen der Institute blickt der private Verbraucher optimistisch auf die Konjunkturentwicklung und aufgrund der erwarteten Einkommenssteigerungen steht er größeren Anschaffungen wie dem Autokauf positiv gegenüber.»