Deutsches Quartett bei US Open in 3. Runde ausgeschieden

Ein deutsches Tennis-Quartett hat seine Achtelfinal-Chance bei den US Open nicht ergreifen können: Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Mona Barthel und Philipp Kohlschreiber schieden in New York aus.

Deutsches Quartett bei US Open in 3. Runde ausgeschieden
Jason Szenes Deutsches Quartett bei US Open in 3. Runde ausgeschieden

Die letzte Möglichkeit zum Einzug unter die letzten 16 hatte damit am sechsten Turniertag Sabine Lisicki. Bei den ersten drei Grand-Slam-Turnieren der Saison hatte kein Deutscher im Achtelfinale gestanden.

Kerber scheiterte trotz einer starken Leistung mit 5:7, 6:2, 4:6 an der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Victoria Asarenka und blieb im fünften Duell mit der Weißrussin erneut sieglos. Zu stark für Philipp Kohlschreiber war auch im zehnten Vergleich Roger Federer. Die deutsche Nummer eins unterlag dem fünfmaligen US-Open-Champion aus der Schweiz 3:6, 4:6, 4:6. Die erkrankte Andrea Petkovic verlor 6:7 (2:7), 3:6 gegen die britische Qualifikantin Johanna Konta, Mona Barthel verpasste mit 6:1, 3:6, 4:6 gegen die Amerikanerin Varvara Lepchenko ihr erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier.

Bei Siegen wären Kerber und Barthel am Montag aufeinandergetroffen. Für die deutsche Nummer eins war gegen Asarenka mehr möglich, doch die Kielerin vergab bei einer 5:3-Führung im ersten Durchgang einen Satzball. Nach knapp drei hochklassigen Stunden musste sich die Weltranglisten-Elfte im Arthur-Ashe-Stadium der zweimaligen US-Open-Finalistin doch wieder geschlagen geben, nachdem sie fünf Matchbälle teilweise grandios abgewehrt hatte. «Einen schöneren Moment kann man nicht haben», sagte die erleichterte Asarenka.

Kohlschreiber machte an gleicher Stelle zuvor nur fünf Punkte weniger als Federer, der immer im entscheidenden Moment zur Stelle war. «Es war die Möglichkeit da, mehr zu machen. Ich bin von mir selbst enttäuscht. Er hat mich heute nicht weggeschossen, ich habe mich selbst aus dem Turnier gekegelt», sagte Kohlschreiber. Damit sind nun alle sieben deutschen Herren ausgeschieden.

Kohlschreiber machte im zweiten Satz ein Break gegen seinen Trainingspartner wett und führte im dritten Durchgang 2:0. Doch es schien, als könne der 34-jährige Federer im rechten Moment immer noch einen Gang hoch schalten. «Ich habe die Big Points gemacht. Ich bin zufrieden, in drei Sätzen durch zu sein», sagte Federer. Nach 1:33 Stunden war die Partie vorbei.

Petkovic konnte kaum zwei Sätze reden, ohne zu husten. «Ich habe es mir wohl gestern in der Spielerkabine eingefangen, in der Kombination mit der Hitze war es wohl zu viel», sagte Petkovic. Die Darmstädterin Petkovic ließ sich im zweiten Satz behandeln, weil ihr schwindelig wurde. «Ich konnte den Ball gar nicht mehr sehen. Koordinativ hatte ich mich nicht mehr im Griff. Ich habe in den Tiebreak alles reingelegt, dann war der Ofen aus», berichtete sie.

Nach dem 0:3 im zweiten Satz ließ die 28-Jährige den Physiotherapeuten kommen. Zwar war es nicht mehr so heiß und schwül wie in den Tagen zuvor, dafür brannte die Sonne am sechsten Turniertag von einem wolkenlosen Himmel. Petkovic nahm sich unter ihrem Sonnenschirm eine Behandlungspause, danach versuchte es die Viertelfinalistin von 2011 noch einmal und schaffte prompt den ersten Spielgewinn, aber nicht mehr die Wende. Zwar wehrte sie beim Stand von 1:5 drei Matchbälle ab und wirkte etwas erholt von der zwischenzeitlichen Krise. Doch nach knapp zwei Stunden und dem sechsten Matchball war die Partie gegen Konta beendet.