Deutschland schickt fünf Bundespolizisten nach Slowenien

Deutschland schickt angesichts des großen Flüchtlingsandrangs auf der Westbalkanroute noch in dieser Woche fünf Bundespolizisten nach Slowenien.

Deutschland schickt fünf Bundespolizisten nach Slowenien
Marius Becker Deutschland schickt fünf Bundespolizisten nach Slowenien

Die Beamten sollten helfen bei der «konzeptionellen Vorbereitung des europäischen Polizeieinsatzes». Wie viele Beamte Deutschland längerfristig zur Unterstützung an die slowenische Grenze schicke, sei noch offen.

Deutschland und zehn weitere Länder hatten sich bei einem Krisentreffen in Brüssel am Wochenende darauf verständigt, binnen einer Woche 400 zusätzliche Polizisten aus anderen EU-Staaten als Verstärkung nach Slowenien zu entsenden. Der Balkanstaat ist mit dem Flüchtlingsansturm an seiner Grenze völlig überfordert.

Die Sprecherin des Innenressorts sagte, Deutschland habe auch der EU-Grenzschutzagentur Frontex angeboten, 50 zusätzliche Bundespolizisten zu entsenden, um entlang der Westbalkanroute und in den geplanten «Hotspots» für Flüchtlinge in Italien und Griechenland Unterstützung zu liefern. Über den genauen Einsatzort und die Einsatzdauer entscheide Frontex nach Auswertung aller Angebote aus den EU-Mitgliedsstaaten - und auch darüber, wie viele Beamte tatsächlich aus Deutschland kommen sollten.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnte vor einer Überlastung der Bundespolizei und mahnte, im Inland fehle es enorm an Personal. Die rund 38 000 Beamten der Bundespolizei werden zur Grenzsicherung sowie an Bahnhöfen und Flughäfen eingesetzt. Von ihnen sind derzeit 2200 an der deutsch-österreichischen Grenze.