Deutschland schrumpft trotz Zuwanderung

Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft - dank der starken Zuwanderung in den vergangenen Jahren aber nicht ganz so stark wie ursprünglich befürchtet.

Deutschland schrumpft trotz Zuwanderung
Christian Charisius Deutschland schrumpft trotz Zuwanderung

Das geht aus den neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor, die in Berlin vorgestellt wurden. Danach sinkt die Zahl der Einwohner von derzeit 80,8 Millionen bis zum Jahr 2060 - je nach Stärke der Zuwanderung - voraussichtlich auf einen Wert zwischen 67,6 und 73,1 Millionen.

Das Minus fällt allerdings nicht so deutlich aus wie bei der letzten Bevölkerungsprognose vor sechs Jahren erwartet. Damals waren die Statistiker noch davon ausgegangen, das 2060 nur noch 65 bis 70 Millionen Menschen in Deutschland leben. Seit 2011 gab es aber einen unerwartet starken Zuzug aus dem Ausland - dank der neu eingeführten Arbeitnehmerfreizügigkeit vor allem aus Osteuropa, aber auch aus den Krisenstaaten in Südeuropa.

Die aktuellen Zahlen belegen auch erneut die dramatische Alterung der Gesellschaft: Während heute erst jeder Fünfte 65 Jahre oder älter ist, wird es 2060 schon jeder Dritte sein. Gleichzeitig schrumpft die Bevölkerung im «erwerbsfähigen Alter» von knapp 50 Millionen auf 34 bis 38 Millionen. Deutschland kann nach Angaben der Statistiker auch nicht darauf hoffen, dass dies durch Zuwanderer aus Süd- und Osteuropa ausgeglichen wird - denn auch dort altert die Bevölkerung und die Arbeitskräfte werden langsam knapp.