Deutschland und China wollen Jugendaustausch ausbauen

Deutschland und China wollen den Jugend- und Bildungsaustausch zwischen beiden Ländern ankurbeln. Das vereinbarten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang am Freitag bei einem Besuch der Universität Hefei in der Provinz Anhui.

Beide nahmen an einer Feier zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen der chinesischen Hochschule und mittlerweile 17 deutschen Universitäten teil.

Die Universität Hefei soll zum Pilotprojekt für die Bildungszusammenarbeit beider Länder werden. Mehr als 1400 Studierende von dort haben in Deutschland studiert, mehr als 600 deutsche Studenten waren bereits zu Aufenthalten in Hefei. Merkel und Li hatten am Vortag vereinbart, das Jahr 2016 zum «Deutsch-Chinesischen Jahr des Schüler- und Jugendaustausches» zu machen.

Hefei ist die Partnerstadt von Osnabrück. Li hatte Merkel am zweiten Tag ihres Chinabesuches in seine Heimatprovinz begleitet. Dies gilt als besondere Ehre. Es ist das erste Mal, dass der Premier einen ausländischen Regierungschef in seine Heimatregion eingeladen hat. Hefei liegt etwa eineinhalb Flugstunden südlich von der Hauptstadt Peking und hat gut 7,5 Millionen Einwohner.

Nach dem Besuch der Universität und einem Wirtschaftstreffen wollte sich Merkel über die Entwicklung im ländlichen China informieren. In der Nähe Hefeis wollte sie das Dorf Shen Fu besuchen. Es gilt als Musterbeispiel für die neue chinesische Dorfentwicklung.