Deutschland und Frankreich drängen zu Waffenruhe für Aleppo

Deutschland und Frankreich dringen auf einen sofortigen Waffenstillstand für die nordsyrische Stadt Aleppo und deren Umgebung.

Deutschland und Frankreich drängen zu Waffenruhe für Aleppo
Sana Handout Deutschland und Frankreich drängen zu Waffenruhe für Aleppo

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte nach einem Syrien-Krisentreffen in Berlin: «Wenn es für Aleppo unverzüglich in den nächsten Stunden keine Feuerpause gibt, bricht alles zusammen.» Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, ohne einen Waffenstillstand werde es auch «keine Rückkehr nach Genf» zu den Friedensverhandlungen zwischen Regime und Opposition geben.

Gegen den im Februar in München ausgehandelten Waffenstillstand für Syrien wird inzwischen immer wieder verstoßen. Insbesondere die nordsyrische Stadt Aleppo wird heftig bombardiert. Ayrault macht dafür das Regime von Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich. Er forderte den sofortigen Stopp der Bombardierungen: «Unser vorrangiges Ziel ist ein Waffenstillstand in Aleppo. Die Zivilisten sind einmal mehr die Opfer dieser Tragödie.»

Der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, schloss sich dem Appell der beiden Minister an. Er sagte: «Aleppo ist jetzt der Test.» Falls es dort keine Feuerpause gebe, wären die Auswirkungen «wirklich katastrophal».