Deutschland wirbt für Klimavertrag mit Kontrollmechanismus

Die Bundesregierung hat zu Beginn des UN-Gipfels in Paris für einen Weltklimavertrag geworben, der regelmäßige Kontrollen in den Unterzeichnerstaaten vorsieht.

Deutschland wirbt für Klimavertrag mit Kontrollmechanismus
Britta Pedersen Deutschland wirbt für Klimavertrag mit Kontrollmechanismus

«Der Kontrollmechanismus wird Teil des Rahmenvertrages sein», sagte der deutsche Verhandlungsführer Karsten Sach am Montag in Le Bourget. Er glaube aber nicht, dass man sich auf scharfe Sanktionen für Staaten, die ihre Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen nicht erreichen, einigen werde. 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die den deutschen Pavillon auf dem Gipfel-Gelände eröffnete, rechnet mit «harten Verhandlungen». Eine Erhöhung der globalen Zusage von 100 Milliarden US-Dollar für 2020 schloss sie aber aus.

Es sei allerdings möglich, dass es nach diesem Zeitpunkt noch «Anpassungen nach oben gibt». Das schon 2009 angekündigte Geld wird vorwiegend von den Industrieländern aufgebracht. Es soll die Entwicklungsländer in die Lage versetzten, Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu treffen.

Deutschland wollte noch am Montag gemeinsam mit Norwegen und Großbritannien zusätzliche Mittel für den Waldschutz ankündigen. Der deutsche Pavillon stand unter dem Motto «Unter zwei Grad - Gemeinsam können wir es schaffen». Ziel des Gipfels, der am 11. Dezember enden soll, ist ein Weltklimavertrag, der die Erderwärmung durch Treibhausgase drosseln soll.