DFB-Präsidium einig: Wahl erst nach Affären-Aufarbeitung

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) räumt der Aufarbeitung der WM-Affäre höchste Priorität ein und will sich erst danach intensiv mit der Nachfolge des zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Niersbach befassen.

DFB-Präsidium einig: Wahl erst nach Affären-Aufarbeitung
Arne Dedert DFB-Präsidium einig: Wahl erst nach Affären-Aufarbeitung

Darauf hat sich das Gremium bei seiner Sondersitzung in Frankfurt geeinigt. «Wir sind zu der gemeinsamen Auffassung gelangt, dass die Aufarbeitung der Vorgänge rund um die WM 2006 Vorrang hat», erklärte DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball im Anschluss an das viereinhalbstündige Treffen.

Schatzmeister Reinhard Grindel, der am vergangenen Dienstag von den 21 Landes- und fünf Regionalpräsidenten einstimmig zum Präsidentschaftskandidaten des Amateurlagers gekürt worden war, erklärte: «Wir sind uns einig, dass es nicht um einen Kopf, sondern die Aufarbeitung einer sehr bedrückenden Affäre geht.» Zudem versicherte der CDU-Politiker: «Wir werden den DFB zukunftssicher machen.»