DFB-Reise ins Ungewisse - Mit Neuer nach Georgien

Die knifflige Reise ins Ungewisse beginnt. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fliegt im Laufe des Tages zum ersten EM-Qualifikationsspiel des Jahres nach Georgien.

DFB-Reise ins Ungewisse - Mit Neuer nach Georgien
Abedin Taherkenareh DFB-Reise ins Ungewisse - Mit Neuer nach Georgien

Etwas mehr als vier Stunden soll der Flug von Frankfurt nach Tiflis dauern. Inklusive des Zeitunterschiedes von drei Stunden soll der DFB-Tross um 21.15 Uhr Ortszeit in Georgien landen. «Ich war noch nie da, von uns gar keiner», sagte Lukas Podolski gespannt.

Der 122-malige Nationalspieler erwartet am Sonntag aus rein sportlicher Sicht «eine heiße Schlacht» gegen den Außenseiter. Eine Premiere ist es nicht: Auf den Tag genau vor 20 Jahren siegte Deutschland am 29. März 1995 vor 75 000 Zuschauern im Nationalstadion von Tiflis durch zwei Tore von Jürgen Klinsmann mit 2:0. Es ging damals ebenfalls um Punkte in der EM-Qualifikation.

Vor der Abreise wird Bundestrainer Joachim Löw mit seinem Team noch eine Trainingseinheit in Frankfurt abhalten. Dann soll auch Torwart Manuel Neuer an seinem 29. Geburtstag wieder auf dem Platz stehen. Der Bayern-Schlussmann hatte beim 2:2 im Testspiel gegen Australien wegen einer Schleimbeutelentzündung im Knie sicherheitshalber pausiert. «Manuel ist auf jeden Fall wieder fit. Am Sonntag wird er im Tor stehen», kündigte Löw bereits an.

Neben Neuer sollen auch weitere ausgeruhte Weltmeister wie Thomas Müller, Jérôme Boateng, Mats Hummels oder Toni Kroos zurückkehren und der deutschen Mannschaft mehr Schwung und Stabilität geben. Anführen soll das Team in Tiflis Kapitän Bastian Schweinsteiger, der ebenfalls gegen Australien pausiert hatte. «Es gab keine Probleme. Wir gehen davon aus, dass Bastian spielt», beruhigte der Bundestrainer.

Weltmeister Deutschland steht am Sonntag unter Druck. In der EM-Qualifikation belegt die DFB-Auswahl in Gruppe D mit sieben Punkten nach vier von zehn Spielen lediglich Platz drei hinter Spitzenreiter Polen (10 Zähler) und den punktgleich Iren. Für die angestrebte direkte Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist mindestens Rang zwei notwendig. «Wir müssen die Punkte in Georgien einfahren. Wir dürfen uns keine weiteren Punktverluste erlauben», erklärte Löw.