DFB-Team will auch ohne Podolski das EM-Ticket lösen

Auf nach Dublin. «Wir wollen beide Spiele gewinnen, und werden sie auch gewinnen», erklärte Bundestrainer Joachim Löw und schob ungeachtet der misslichen Begleitumstände Bedenken um einen gelungenen Abschluss in der EM-Qualifikation zur Seite.

DFB-Team will auch ohne Podolski das EM-Ticket lösen
Fredrik von Erichsen DFB-Team will auch ohne Podolski das EM-Ticket lösen

Heute bricht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Partie gegen die kampfstarken und voll motivierten Iren auf. Am Donnerstag (Anstoß 20.45 Uhr) soll im Aviva Stadium trotz einer schwierigen Vorbereitung das Direkt-Ticket für die EM-Endrunde 2016 gebucht werden, schon ein Punkt reicht dem Weltmeister.

Auch der Ausfall von Fan-Liebling Lukas Podolski, der wegen einer Fußverletzung passen musste, soll daran nichts ändern. «Diesen Charakter hat die Mannschaft immer mitgebracht», betonte Löw. «Ich erwarte die gleiche Einstellung und Bereitschaft, natürlich auch die gleiche Leistung wie im September», betonte der DFB-Chefcoach. Da hatte das DFB-Team mit Siegen gegen Polen (2:1) und in Schottland (3:2) die Ausgangsposition vor dem Gruppenabschluss deutlich verbessert. Deutschland ist mit 19 Zählern Spitzenreiter vor Polen (17), Irland (15) und Schottland (11).

«Wir müssen von Anfang an konzentriert an die Aufgabe herangehen. Die Iren werden kompakt stehen und uns das Leben schwer machen», unterstrich der formstarke Abwehrchef Jérôme Boateng vom FC Bayern. Podolski ist zur weiteren Behandlung seiner Verletzung bereits wieder zu seinem Club Galatasaray Istanbul zurückgereist. Dagegen wird der Leverkusener Karim Bellarabi trotz einer Schulterprellung mit nach Dublin fliegen, sein Einsatz bleibt allerdings fraglich.

Das DFB-Team will der Kampfkraft der Iren und der besonderen Stimmung auf den Rängen trotzen. Als gelungenes Beispiel gilt der jüngste Auftritt in Glasgow. «Die Atmosphäre im Stadion wird toll sein. Wir haben bereits in Schottland gewonnen, deswegen ist es unser Anspruch, auch in Dublin zu gewinnen», sagte der Dortmunder Ilkay Gündogan, der zusammen mit dem Neu-Engländer Bastian Schweinsteiger und Real-Madrid-Star Toni Kroos wohl wieder das Mittelfeld-Herz der deutschen Elf bilden soll. Beim Abschlusstraining am Mittwochabend in Dublin kann Löw erstmals wieder mit dem - außer Podolski - kompletten Team üben.

Die letzte Niederlage der DFB-Auswahl gegen Irland ist mehr als 21 Jahre her. Danach gab es in sechs Pflichtspielen drei deutsche Siege und drei Remis. In Dublin hat Deutschland zuletzt 1956 verloren.