Bootsflüchtlinge: Bangladesch geht gegen Schmuggler vor

Angesichts des Flüchtlingsdramas vor den Küsten Südostasiens geht die Polizei in Bangladesch hart gegen Menschenschmuggler vor. Bei mehreren Aktionen seien in den vergangenen Tagen mindestens fünf Menschenhändler getötet worden, erklärten die Behörden.

Nach Angaben der internationalen Organisation für Migration (IOM) driften derzeit rund 8000 Menschen auf teils nicht seetüchtigen Booten und ohne Versorgung im offenen Meer vor Thailand, Malaysia und Indonesien.

Einige der Bootsflüchtlinge sind Menschen aus dem armen Bangladesch, die in Südostasien Arbeit suchen. Andere sind Angehörige der muslimischen Rohingya, die in Myanmar eine Minderheit sind und verfolgt werden. Sie überqueren die Grenze nach Bangladesch und besteigen rund um den Küstenort Cox's Bazar teils nicht seetüchtige Flüchtlingsboote.

Im vergangenen Jahr hätten die Sicherheitskräfte Bangladeschs mehr als 1000 Flüchtlinge aus den Händen der Schmuggler befreit, sagte ein Polizeisprecher. Auch in diesem Jahr seien zahlreiche Flüchtlinge gerettet und Dutzende Menschenhändler festgenommen worden.