Die neue Vettel-Welt

Um 12.34 Uhr Ortszeit am Donnerstag in Melbourne betrat Sebastian Vettel erstmals als Ferrari-Pilot das Fahrerlager bei einem Formel-1-Grand-Prix.

Die neue Vettel-Welt
Maja Hitij Die neue Vettel-Welt

Für den 27 Jahre alten Heppenheimer ist mit dem Wechsel zur Scuderia ein Traum wahrgeworden. Ein Blick in die neue, teilweise aber auch noch alte Vettel-Welt der Formel 1.

 Eva. So kurz war noch kein Kosename für Vettels Wagen. Was einst bei Red Bull mit Kate 2009 begann, führte Vettel bei Ferrari fort. Einen Namen für sein Formel-1-Auto. Einen gewissen Bezug soll dieser immer zum Charakter des Boliden haben.

Seine Sprecherin Britta Roeske hat Vettel mitgenommen zu Ferrari. Seit Juli 2010 ist die gebürtige Essenerin bei Vettel angestellt. Als Physiotherapeut jettet wie im Vorjahr der Finne Antti Konstas mit dem Hessen um die Welt. In Sachen Helm vertraut Vettel weiter Peter Bürger.

Logischerweise ist da (fast) alles neu für Vettel. Oberster Boss ist Fiat-Chef Sergio Marchionne, er gilt als knallharter Manager. Der Teamchef heißt Maurizio Arrivabene. Kein typischer Rennsportler. Auch ein Manager und PR-Experte. Vettels neuer erster Ansprechpartner während der Rennen ist Riccardo Adami. Vettels Renningenieur. Allerdings kennt er diesen: Sie arbeiteten 2009 bereits bei Toro Rosso zusammen.

Kimi Räikkönen. Sie sind gute Kumpels. Vettel schätzt die ehrliche Art von Räikkönen, kennt ihn auch in der weniger wortlosen Version, wenn es nicht in der Öffentlichkeit um die Formel 1 geht. Waren schon mal so etwas wie Nachbarn in der Schweiz. Auf die Frage, wie sich Vettel bislang als Teamkollege mache, antwortete Räikkönen am Donnerstag schmunzelnd: «Bis jetzt ist es okay.»