Die Nobelpreisträger des Jahres 2014

In dieser Woche sind in Stockholm und Oslo Wissenschaftler, Schriftsteller und Friedenskämpfer mit den Nobelpreisen 2014 geehrt worden. Die Preisträger im Überblick:

Die Nobelpreisträger des Jahres 2014
Jochen Lübke Die Nobelpreisträger des Jahres 2014

Den Nobelpreis für Medizin bekam das norwegische Forscher-Ehepaar May-Britt und Edvard Moser am Montag gemeinsam mit dem US-Amerikaner John O'́Keefe. Die Wissenschaftler erhielten die Auszeichnung für die Entdeckung eines Navis im Gehirn. Zum ersten Mal wurden Norweger mit dem Medizin-Preis geehrt - und zum vierten Mal in der Geschichte der Nobelpreise ging die Auszeichnung an ein Ehepaar.

Mit dem Physik-Nobelpreis bedachte die Wissenschaftsakademie in Stockholm am Dienstag drei gebürtige Japaner. Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura entwickelten blau leuchtende Dioden - hocheffiziente Lichtquellen, die etwa in Handys zum Einsatz kommen.

Der Nobelpreis für Chemie ging am Mittwoch auch an einen Deutschen: Stefan Hell und zwei US-Amerikaner bekamen den Preis für die Erfindung superauflösender Mikroskope. Damit kann man in lebende Zellen blicken und Abläufe bei Krankheiten wie Alzheimer beobachten.

Den Literaturnobelpreis sprach die Schwedische Akademie am Donnerstag dem Franzosen Patrick Modiano für seine «Kunst der Erinnerung» zu. Der 69-jährige Schriftsteller rufe mit seiner Sprache unbegreifliche menschliche Schicksale wach, urteilte die Jury.

Mit dem Friedensnobelpreis ehrte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo zwei Kinderrechtsaktivisten aus Indien und Pakistan, Kailash Satyarthi und Malala Yousafzai. Satyarthi habe zur Entwicklung von Kinderrechtskonventionen beigetragen, Malala habe beispielhaft gezeigt, dass junge Leute selbst zur Verbesserung ihrer Lage beitragen könnten.