Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind die Hauptziele der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sie fördert die humanitäre, wirtschaftliche, ökologische und technische Kooperation und entsendet Wahlbeobachter.

Zu den 57 Teilnehmerstaaten gehören alle Länder Europas, die USA, Kanada, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und die Mongolei. Im laufenden Jahr hat die Schweiz den OSZE-Vorsitz, davor war es die Ukraine, 2015 folgt Serbien.

Die OSZE unterhält gegenwärtig 16 Feldmissionen mit Diplomaten und Experten, darunter in der Ukraine, wo sie die vereinbarte Waffenruhe im Osten des Landes überwachen soll. Der derzeit größte Einsatz mit knapp 170 Mitarbeitern ist die Mission im Kosovo.

Das wichtigste Exekutivgremium ist der Ständige Rat. Das Sekretariat in Wien hat rund 200 Mitarbeiter, insgesamt sind 2690 Menschen für die Organisation tätig. Im Mai wurde für 2014 ein Jahresetat von gut 142 Millionen Euro beschlossen (2013: 145 Millionen).

Vorläufer der OSZE war die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Die Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte 1975 in Helsinki (Finnland) sorgte für Entspannung im Ost-West-Konflikt. 1994 wurde die KSZE in OSZE umbenannt.