Die Toten Hosen erinnern an «entartete Musik»

75 Jahre nach der NS-Propagandaschau «Entartete Musik» in Düsseldorf erinnern die Toten Hosen mit Konzerten an die Ächtung und Verfolgung von Komponisten der Moderne durch die Nationalsozialisten.

Die Toten Hosen erinnern an «entartete Musik»
Federico Gambarini Die Toten Hosen erinnern an «entartete Musik»

Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf spielen die Punkrocker vom 19. bis 21. Oktober in der Düsseldorfer Tonhalle Musik unter anderem von Arnold Schönberg, Kurt Weill, Hanns Eisler, Lieder der Sinti und Roma sowie Klezmerstücke und einige eigene Songs.

Es werde «in keiner Weise ein Tote-Hosen-Abend», sagte Frontmann Campino am Montag in Düsseldorf. Vielmehr werde es ein «nachdenklicher Abend». Die Idee zu der ungewöhnlichen Kooperation kam von der Musikhochschule.

Die Diffamierungsschau «Entartete Musik» war im Mai 1938 bei den «Reichsmusiktagen» im Düsseldorfer Ehrenhof eröffnet worden.