Die zehn Szenen der zehn vergangenen Super Bowls

Der Super Bowl feiert seine 50. Auflage. Zum Jubiläum treffen in der Nacht zu Montag (0.35 Uhr/MESZ) in Santa Clara die Carolina Panthers auf die Denver Broncos. Ein Überblick der herausragenden Szenen der vergangenen zehn Ausgaben des Finals der National Football League.

Die zehn Szenen der zehn vergangenen Super Bowls
Tannen Maury Die zehn Szenen der zehn vergangenen Super Bowls

Bis kurz vor die Endzone der Patriots arbeiten sich die Seahawks in der Schlussminute vor. Doch von der Ein-Yard-Linie wirft Seattles Quarterback Russell Wilson in die Hände des gegnerischen Verteidigers Malcolm Butler - und lässt den Deutschen Sebastian Vollmer über seinen ersten Super-Bowl-Erfolg jubeln.

Schon der erste Spielzug der Broncos misslingt völlig. Der Ball fliegt über Quarterback-Altstar Peyton Manning in die eigene Endzone, Running Back Knowshon Moreno wird dort mit dem Ball gestoppt. Seattle bekommt dafür zwei Punkte - das frühe Ende für alle Hoffnungen von Manning auf den erhofften zweiten Ring.

Vor der Partie plaudert Ravens-Coach John Harbaugh entspannt mit Bruder Jim. Und auch nach dem Triumph führt ihn sein erster Weg zum 49ers-Trainer. «Ich liebe dich», flüsterte der siegreiche Harbaugh- Bruder dem unterlegenen ins Ohr. Das emotionale Ende einer packenden Partie, die wegen eines Stromausfalls 36 Minuten unterbrochen war.

Erst spät findet Sebastian Vollmer seine gewohnte Sicherheit. Vor den ersten Punkten der Giants lässt er seinen Gegenspieler laufen und wird vorübergehend vom Feld genommen. Durch die unnötige Niederlage verpasst der Kaarster die Chance, den NFL-Titel zu holen - was ihm drei Jahre später gelingt.

Den ersten großen Aufreger gibt es vor der dramatischen Partie. Christina Aguilera intoniert die amerikanische Hymne und patzt: Statt der siebten Zeile singt der Popstar die dritte und die auch noch falsch. Noch in der Nacht entschuldigt sich Aguilera und sieht sich genötigt, ihre Treue zu den USA zu bekunden.

Der erste Super-Bowl-Triumph ist Balsam für eine ganze Stadt. Viereinhalb Jahre nach der Verwüstung durch Hurrikan Katrina feiern die Einwohner ausgelassen auf den Straßen ihre Saints. Dem in New Orleans geborenen Colts-Quarterback Peyton Manning unterläuft kurz vor Schluss der vorentscheidende Fehler.

Schon vor dem entscheidenden Spielzug hat Santonio Holmes eine Ahnung. «Gib mir den Ball, lass mich das Ding gewinnen», sagt der Steelers-Wide-Receiver zu seinem Quarterback Ben Roethlisberger. Der Ballfänger lässt seinen großen Worten Taten folgen und macht Pittsburgh mit dem sechsten Titel zum Rekordchampion.

Im Alter von 26 tritt Eli Manning aus dem Schatten seines großen Bruders. Wie im Jahr zuvor Peyton hält der Giants-Quarterback die Vince-Lombardi-Trophäe in die Höhe. Die Genugtuung ist groß, weil seine Fähigkeit lange öffentlich angezweifelt werden. «Ich bin stolz, sagen zu dürfen, dass ich mit ihm verwandt bin», schwärmt Peyton.

Erleichtert fällt Peyton Manning Coach Tony Dungy in die Arme. Mit dem ersten Super-Bowl-Sieg streift der Colts-Quarterback vorerst das Image eines Versagers in den großen Momenten ab. Doch auch wenn er fünfmal zum wertvollsten NFL-Spieler gewählt wird, wartet er noch auf seinen zweiten Ring. Die nächste Chance gibt es nun mit den Broncos.

Mit Tränen der Rührung bedankt sich Jerome Bettis bei den Fans. «Von solch einer Heimkehr habe ich niemals auch nur zu träumen gewagt», sagt der Steelers-Runningback. Bettis, wegen seiner kräftigen Figur Bus genannt, beendet seine Karriere mit dem Finalsieg in seiner Heimatstadt Detroit.