Dilemma für Neuling Wehrlein: «Schwierig aufzufallen»

Formel-1-Neuling Pascal Wehrlein hat seine ersten Monate bei Hinterbänklerteam Manor zwiespältig wahrgenommen.

Dilemma für Neuling Wehrlein: «Schwierig aufzufallen»
Diego Azubel Dilemma für Neuling Wehrlein: «Schwierig aufzufallen»

«In erster Linie ist das eine riesige Chance und diese Chance muss ich natürlich auch nutzen. Das Problem ist aber, dass man mit Manor nur schwierig auffallen kann. Wenn man das Österreich-Wochenende komplett vergisst, dann bleibt nicht viel als wirkliches Highlight», sagte der 21-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview. «Andererseits, wenn das Wochenende in Österreich schlecht gelaufen wäre, dann hätte ich dieses Jahr noch keine Chance gehabt, auf mich mit einer wirklichen Sensation aufmerksam zu machen. So war dieses Wochenende eines der entscheidenden in diesem Jahr.»

Wehrlein hat beim vorletzten Grand Prix in Spielberg als Zehnter seinen ersten Punkt in der Formel 1 eingefahren. Für Manor war das eine Sensation. Denn Vorgängerteam Marussia hatte bis dato nur einmal 2014 in Monaco punkten können. Beim letzten Rennen in Silverstone schied Wehrlein, der 2015 jüngster DTM-Champion war, allerdings schon in der Anfangsphase aus.

Ein Cockpit bei Weltmeisterteam Mercedes wäre für ihn der Gipfel. «Mein Ziel und mein Traum ist es, für Mercedes zu fahren. Momentan versuche ich das Beste, um dieses Ziel zu erreichen», sagte Wehrlein. Wie es mit ihm nach diesem Jahr weitergeht, weiß er noch nicht. Die «Silly Season», also die häufig turbulente Wechselphase in der Formel 1 im Sommer ist für ihn etwas ungewohntes. «Es ist wirklich ein anderes Gefühl, weil man auch wartet, wo werden Plätze frei, wo könnte man eine Chance haben», erzählte Wehrlein. «Es ist ein komisches Gefühl, aber zuviel beschäftige ich mich nicht damit.»