Djokovic und Williams sparen Kraft bei French Open

Im Energiesparmodus sind die French-Open-Favoriten Novak Djokovic und Serena Williams in das Viertelfinale eingezogen. Angesichts eines Mammutprogramms konnten die Tennis-Weltranglisten-Ersten froh sein, jeweils nach gut einer Stunde das Weiterkommen gemeistert zu haben.

Djokovic und Williams sparen Kraft bei French Open
Ian Langsdon Djokovic und Williams sparen Kraft bei French Open

Djokovic siegte in der Fortsetzung seiner Partie gegen den Spanier Roberto Bautista-Agut 3:6, 6:4, 6:1, 7:5. Das eigentlich schon für Montag geplante Achtelfinale war am Dienstag wegen Regens beim Stand von 4:1 für den Serben im dritten Satz abgebrochen worden. «Physisch und mental war das nicht einfach. Ich bin sehr zufrieden, heute fertig geworden zu sein», sagte Djokovic noch auf dem Platz. Seine Trainer Boris Becker und Marian Vajda hatten ihm bei Diskussionen in der Kabine offenbar die richtigen Ratschläge gegeben.

Zuvor gewann Titelverteidigerin Serena Williams mit zweitägiger Verspätung im Achtelfinale 6:1, 6:1 gegen die Ukrainerin Jelena Switolina. Nächste Gegnerin ist die Kasachin Julia Putinzewa, die in der zweiten Runde Andrea Petkovic ausgeschaltet hatte. Die 34-jährige Williams müsste bis zum Endspiel am Samstag jeden Tag antreten, sieht darin aber kein Problem. Das sei bei den normalen Turnieren genauso, erklärte die Amerikanerin. «Du gewöhnst Dich dran. Das ist in Ordnung für mich und alle anderen», sagte sie.

Zwei Viertelfinals bei Damen und Herren waren bereits für Mittwoch geplant, an dem es nach weiterem Regen am Morgen zumindest erst einmal trocken blieb.

Die Erfolgsstory der vergangenen Wochen im Damen-Tennis schreibt indes weiterhin die Niederländerin Kiki Bertens. Die Weltranglisten-58. zog mit dem 7:6 (7:4), 6:3 gegen die Amerikanerin Madison Keys in ihr erstes Grand-Slam-Viertelfinale ein und feierte schon ihren elften Einzel-Sieg nacheinander. «Das ist unglaublich», meinte sie zu ihrer Siegesserie. Nach dem Turniersieg in Nürnberg hatte Bertens in der ersten Runde von Paris Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber besiegt.

Vor zwei Jahren war die 24-Jährige im French-Open-Achtelfinale Andrea Petkovic unterlegen. Damals litt Bertens unter Schilddrüsenproblemen und fürchtete ein Jahr lang sogar, an Krebs erkrankt zu sein. Nun ist sie auch dank ihres neuen Trainers Raemon Sluiter topfit, voller Selbstbewusstsein und bester Laune. «Du musst das Beste aus jedem Tag machen. Jeder Tag ist ein neuer Tag. Wir geben alles und schauen, was dabei herauskommt», sagte Bertens. Nächste Gegnerin ist Timea Bacsinszky aus der Schweiz. Die letztjährige Halbfinalistin schlug die bald 36 Jahre alte frühere Nummer eins Venus Williams 6:2, 6:4.