DLV-Team holt bei Leichtathletik-Hallen-WM drei Medaillen

Das kleine deutsche Leichtathletik-Team hat am dritten Tag der Hallen-Weltmeisterschaften in Portland für eine große Überraschung gesorgt. Mit zweimal Silber und einmal Bronze war die DLV-Auswahl dreimal auf dem Podest vertreten.

DLV-Team holt bei Leichtathletik-Hallen-WM drei Medaillen
John G. Mabanglo DLV-Team holt bei Leichtathletik-Hallen-WM drei Medaillen

Im Dreisprung wurden Kristin Gierisch und Max Heß vom LAC Erdgas Chemnitz jeweils Zweite, im Siebenkampf rackerte sich Mathias Brugger beim abschließenden 1000-Meter-Lauf regelrecht zu Bronze. Mit insgesamt acht Medaillen, davon viermal Gold, war das gastgebende US-Team am Samstag in Oregon erneut eine Klasse für sich.

«Ich kann gar keine Worte finden, bin sehr glücklich. Mit der Medaille ist ein großer Traum wahr geworden», sagt Heß nach seinem Silber-Satz in die Sandgrube. Im vierten Versuch sprang der erst 19-Jährige auf die persönliche Bestweite von 17,14 Meter und verbesserte sich um 14 Zentimeter. Der Teenager stand erstmals bei den Senioren auf der Weltbühne und musste nur dem Chinesen Bin Dong den Vorzug lassen, der mit 17,31 Meter siegte. Heß holte die erste Hallen-Dreisprung-Medaille der deutschen Männer seit dem WM-Titel von Charles Friedek 1999.

Für eine Premiere hatte zuvor Clubkollegin Kristin Gierisch gesorgt. Die 25-Jährige gewann mit Silber als erste deutsche Frau in dieser Disziplin Edelmetall. Gierisch landete bei 14,30 Meter, weiter sprang nur Yulimar Rojas aus Venezuela mit 14,41 Meter.

Mathias Brugger musste im Siebenkampf bis zum Schluss um Bronze zittern. Der als starker Läufer bekannte Amerikaner Curtis Beach hatte vor den 1000 Metern nur 67 Punkte Rückstand auf den Deutschen. Beach lief unter dem Jubel der Zuschauer zu einem Start-Ziel-Sieg, Brugger ließ den Abstand jedoch nicht zu groß werden, verbesserte seine persönliche Bestleistung um vier Sekunden und war nach 2:34:10 Minuten erlöst.

«Ich kann es gar nicht glauben, es ist ein unglaubliches Gefühl, ein Traum», freute sich der 23-Jährige Ulmer. Mit 6126 Punkten verbesserte er seine persönliche Bestmarke um 66 Zähler. Den Titel holte sich erwartungsgemäß Ashton Eaton. Der Mehrkampfstar aus den USA gewann mit der Weltjahresbestleistung von 6470 Punkten. Für ihn war es das dritte Hallen-WM-Gold nacheinander.