Dortmunder befürchten Sanktionen nach Ausschreitungen

Borussia Dortmund droht nach der Spielunterbrechung während der Europa-League-Begegnung bei PAOK Saloniki eine empfindliche Strafe durch die Europäische Fußball-Union. Nach der durch BVB-Anhänger verursachten Spielunterbrechung sprach Dortmund-Chef Hans-Joachim Watzke Klartext.

Dortmunder befürchten Sanktionen nach Ausschreitungen
Bernd Thissen Dortmunder befürchten Sanktionen nach Ausschreitungen

«Man kann das in keiner Weise tolerieren.» Trainer Thomas Tuchel befand nach dem 1:1: «Wir haben mit der Pyro begonnen, das ist sehr ärgerlich. Wir sind nicht glücklich darüber.»

Von «beschämenden Bildern» sprach BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Nach der Pause war das Spiel kurz unterbrochen worden, weil im BVB-Block Feuerwerkskörper gezündet worden und die Polizei eingeschritten war. Brennende Bengalos waren auch in Richtung einiger Sanitäter geworfen worden.

«Eine Grenze ist erreicht», befand Watzke. «Das Spiel ist dadurch komplett gestört worden. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich minutenlang nur in die Kurve geschaut und das Spiel nicht beobachtet habe. Es ist jammerschade, was hier passiert ist.»

Nach dem neuerlichen Vorfall befürchten die Dortmunder Sanktionen durch die UEFA bis hin zu einem «Geisterspiel». Watzke kündigte an, die Übeltäter hart zu bestrafen: «Man muss das Problem nicht kleinreden. Mit Dialog und guten Worten kommt man nicht weiter.»

Trainer Tuchel verteidigte jedoch den Gang der Mannschaft in die Fankurve nach dem Spiel. «Ein paar wenige richten Chaos an, aber es waren über 1000 Fans da, die es verdient hatten, dass sich die Mannschaft bedankt.» Tuchel erklärte, der Gang in die Kurve sei von der Mannschaft ausgegangen: «Ich habe das nicht angeordnet.»