Dortmunder Blindgänger: Weg zur Entschärfung frei

Der Weg zur Entschärfung einer ungewöhnlich großen Weltkriegsbombe in Dortmund ist frei. Die gesamte Sicherheitszone im Stadtteil Hombruch sei geräumt, berichtete die Stadt am Sonntagmittag.

Dortmunder Blindgänger: Weg zur Entschärfung frei
Marcus Simaitis Dortmunder Blindgänger: Weg zur Entschärfung frei

Mehr als 20 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, darunter auch eine Klinik und Seniorenheime. Dazu waren auch rund 150 Krankentransporte erforderlich.

Es ist die größte Evakuierungsaktion in Dortmund seit dem Kriegsende. Mehrere Hundert Menschen suchten nach Angaben der Stadt eine Notunterkunft in der Westfalenhalle auf, dort gab es auch Verpflegung. Freizeitparks boten den Evakuierten freien oder ermäßigten Eintritt an.

Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes aus Arnsberg wollten die 1,8 Tonnen schwere britische Luftmine am Mittag unschädlich machen. Dazu mussten drei Zünder entfernt werden. Wegen der gewaltigen Sprengkraft des Blindgängers war die Evakuierung in einem Umkreis von 1,5 Kilometer Radius rund um die Fundstelle angeordnet worden.

Die Luftmine war bei der Auswertung von Luftaufnahmen in einem Industriegebiet entdeckt worden. Blindgänger dieser Größenordnung sind sehr selten. In der Stadt Dortmund, die im Krieg stark bombardiert wurde, ist es erst die dritte Luftmine dieser Art. Ein gleiches Exemplar wurde vor zwei Jahren im Rhein bei Koblenz entschärft. Damals mussten sogar 45 000 Menschen die Umgebung verlassen.